Feedmascherolé
TechnikBau-Lexikon 1881

mascherolé, mascholé, adzj., franz., mit Pechnasen (machicoulis) garnirt. Maschine, f., 1. frz. machine, f., engl. engine, Vorrichtung, um eine Kraft auf einen außer ihrer Richtungslinie liegenden Gegenstand wirken zu lassen, also eine Kraft in veränderte Richtung zu übertragen; ferner auch zu ändern, zu vertheilen, in ihrer Wirkung zu vermehren re. In der Praxis benutzt man namentlich die Muskelkraft lebender Geschöpfe, Gewichte, Federn, Wasser, Dampf, Wind, in seltenen Fällen Elektrizität und Magnetismus. J. Zunächst kann man die Min eintheilen in einfache und zusammengesetzte. Die ersteren geben nur eine einmalige Abänderung der wirkenden Kraft, die letzteren eine mehrfache. A. Zu den einfachen M.n rechnet man Hebel, Rolle, Schraube, schiefe Ebene, Rad an der Welle, Keil und Schraube. B. Zusammengesetzte A.n, in der Regel eine Vereinigung verschiedenereinfacher Min zu Exreichung größerer mechanischer Resultate. II. Eine andere Eintheilung ist die in Kraft⸗, Richtungs⸗ und Geschwindigkeitsmaschinen. Die ersteren bezwecken einen Gewinn an Kraft, die zweiten eine Aenderung der Kraftrichtung, die letzteren endlich einen Gewinn an Geschwindigkeit. Sehr gebräuchlich ist auch die Unterscheidung von aufnehmenden (Motoren), fortpflanzenden (Zwischenmaschinen) und arbeitenden (Arbeitsmaschinen) aschinentheilen. III. Nach ihrem Zweck unterscheidet man im gewöhnlichen Gewerbsleben z. B. Hebe⸗ und Fortschaffungsmaschinen, wozu auch die pneumatischen Men od. Luftwechselmaschinen gerechnet werden können; s. d. Art. Ventilation. Die meisten der in der Baukunst gebrauchten Min sind Arbeitsmaschinen oder Ausübungsmaschinen, haben je nach der von ihnen verrichteten Arbeit besondere Namen und werden daher hier in besonderen Artikeln behandelt; 3. B. Drehbank, Bohrmaschine, Haspel, Rammmaschine, Dampfmaschine, Hebelmaschine, Tretrad, Göpel, Mühle, Wasserheber etc.; s. d. betr. Art. IV. Beim Bau der Men unterscheidet man passive und aktive Maschinentheile; zu ersteren gehören die Stützen, Maschinengestelle, franz. charpente, bätis, engl. framing, Zapfenlager, Befestigungsmittel, als: Nägel, Nieten, Kitte etc., zu letzteren die Wellen, Zapfen, Räder, Scheiben, Bremsvorrichtungen, Windetrommeln und Seile, Ketten, Drahtseile, Kurbeln, Schwungräder, Regulatoren, Turbinen etc. Auch unterscheidet man (s. oben) aufnehmende, fortpflanzende u. arbeitende Maschinentheile. Die ersteren Theile nehmen die bewegenden Kräfte auf, die anderen leiten sie fort und setzen sie um, die dritten verrichten die bezweckte Arbeit. V. Das Gebiet der Arbeitsmaschinen ist weit umfänglicher als dasjenige der Motoren u. der Zwischenmaschinen. Die Betrachtung der beiden letzteren Gebiete fällt der Maschinenlehre zu, während die Technologie sich vorzüglich mit den Arbeitsmaschinen beschäftigt. — 2.M. einer Pontonbrücke. Bezeichnung für eine Anzahl Pontons, gewöhnlich 5—8, welche unter sich so verbunden sind, als ob sie einzeln in die Brücke eingebaut wären. Das Schlagen einer Brücke kann durch Einfahren einzelner Pontons oder durch Einfahren solcher Men bewerkstelligt werden.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 336Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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