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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Metall, n., franz. métal, engl. metal, lat. metallum. I. Die chemischen Elemente (s. d.) zerfallen in zwei Gruppen: in Metall, frz. lément metallique, métal, engl. metallic element, metal, und Metalloide od. Nichtmetalle, franz. métallolde, engl. metalloid. Man kennt bis jetzt etwa 52 Mie u. 12 Metalloide. Die Mie unterscheiden sich von den Metalloiden hauptsüchlich durch folgende Eigenschaften: Durch ihre Undurchsichtigkeit, den Metallglanz, die Geschmeidigkeit und das Vermögen, Wärme und Elektrizität besser zu leiten als alle übrigen Elemente. Man unterscheidet im gewöhnlichen Leben: 1. Edle M.e, die unverändert beim Schmelzen bleiben, wie Gold, Platin und Silber. — 2. Unedle, die ihr metallisches Aussehen beim Schmelzen verlieren und zu Metallkalken werden. Man hat von diesen wieder a) weiche, die eher schmelzen als glühen, wie Zinn und Blei; b) harte, die eher glühen als schmelzen, wie Eisen und Kupfer. Quecksilber bildet mit sämtlichen einen merkwürdigen Gegensatz, da es für gewöhnlich flüssig ist u. erst bei — 400 fest wird. Von den sämtlichen M.en finden in der Baukunst nur wenige als solche oder in Legirungen ihre Anwendung. Es sind dies solgende: Aluminium, Eisen, Zink, Blei, Wismuth, Kupfer, Silber, Quecksilber, Platin, Gold, Zinn und Antimon. Von den Metalloiden finden nur Schwefel, Phosphor und Kohle in der Bautechnik Verwendung. Die Miee sind sämtlich schmelzbar, jedoch ist der Schmelzpunkt außerordentlich verschieden. Es schmilzt 3. B. Zinn bei 230° C., Wismuth bei 250° C., Blei bei 330° C., Zink bei 412° C., Antimon bei 425 C., Silber bei 1000 C., Kupfer bei 1160 C., Gold bei 12007 C., Platin bei 1500° C. u. s. f. Hämmerbar sind in abnehmendem Grade folgende M.e: Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Platin, Blei, Zink, Eisen. Ziehbar: Gold, Silber, Eisen, Kupfer, Zink, Blei. Das spezifische Gewicht der Meeist größer als das des Wassers, mit Ausnahme von Kalium, Natrium und einigen andern. Das Platin ist das schwerste M., es zeigt ein spez. Gewicht von 21. In der Natur finden sich die Mie in sehr verschiedenen Formen. Die leichten M.e kommen nicht als solche, sondern in Verbindung mit Sauerstoff, Schwefel etc. und als Salze im Mineralreich vor. Die schweren Mie kommen sowohl frei, im gediegenen Zustand, als auch mit verschiedenen Elementen in Verbindungsformen, welche man Erze nennt, in der Natur vor. Die edlen M.e, Gold, Silber, Platin etc. dann die unedlen, Quecksilber, Eisen, Kupfer etc., finden sich frei in der Natur, die letzteren aber hauptsächlich in verschiedenen Verbindungen. Die Gewinnung der Mie aus den Erzen ist bei den einzelnen Artikeln angegeben. Ueber Anstreichen, Färbung etc. der Metalle vergl. d. Art. „Bronze, Bronzefarbe, Anlaufen, Anstrich, Färben, Ver-II. M., frz. metal, engl. metal, alloy, nennt man auch im engern Sinn gewisse Legirungen von Zinn u. anderen „Meen, besonders die Bronze u. das Glockengut, ferner die geläuterte Glasmasse; metallum ligneum, das Bauholz; metallatus, adj., lat., vergoldet. Metallabdruck. m. (Plast.), s. Abdruck, Form, Guß etc. Metallasche, f. (Hütt.), s. in d. Art. Asche. rMetallbarometer, m., . Barometer 2. Metallbedachung, k., s. Dachdeckung IV. rMetallbeize, k., s. in d. Art. Beize. Metallblatt, v., s. d. Art. Blattgold re.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 394Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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