Milch, k. frz. Iait, m., engl. milk. Die M. findet im Bauwesen Verwendung: 1. als Fixirungsmittel statt des Wassers unter Farbe gemischt, 2. als Grundiranstrich; Wände, die mit Kalk⸗ oder Leimfarbe gestrichen werden l sollen, werden vorher mit M. grundirt; dieselbe muß gut abgeschöpft sein; 3. als Möbelpolitur. Feine Holzarten‚, wie Kirsch⸗, Pflaumen⸗, Nuß⸗, Aepfel⸗ und Birnbaumholz sowie die festen ausländischen Hölzer, werden am einfachsten mit M.polirt. Nachdem die Möbel von Schmutz und Staub gereinigt sindz nimmt man M., so frisch als möglich, wenn die fetten Theile sich noch nicht abgesondert haben, und streicht sie aufdas Holz, worauf man mit einem wollenen Lappen so lange reibt, bis alle Feuchtigkeit verschwunden ist. Dies wird mehrere Male wiederholt. Die M. hat vor dem Oel den Vorzug, daß sich der Schmutz nicht so leicht an die Geräthe hängt, daß sie leinen unangenehmen Geruch verbreitet und daß die Geräthe gleich wieder gebraucht werden können. Bei neuen Geräthen wird das Einreiben anfangs wöchentlich wiederholt.