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Sport & SpielBau-Lexikon 1881

Misthofes, franz. pailler, engl. dung-yard, diene Folgendes: 1 Pferd giebt jährlich etwa 200 Ctr., 1 Rind (ganz im Stall) 280 Ctr., 1 Schaf 20 Ctr. 1 Cbm. wiegt feucht und zusammengedrückt ca. 1000 Pfund. Ueber Anlage der Mistgruben s. Düngerstätte. Mistbeet, v. Im allgemeinen gelten bei Anlage eines Mees dieselben Regeln wie für ein Gewächshaus; s. d.betr. Art. Die Misbeetfenster werden, wenn in den M.en getrieben werden soll, zweckmäßiger Weise mit matten grauen Farben halb durchsichtig überstrichen. Man kann auch statt des Glases die Fensterrahmen mit feinem baumwollenen Zeug überziehen. Um dies gegen Nässe dauerhaft und durchsichtiger zu machen, überzieht man es mit einer Mischung von 100 g. pulverisirtem, trockenem weißen Käse, 50 g. gelöschtem Weißkalk und 100 g. gekochtem Leinöl. Sobald diese 3 Bestandtheile mit einander vermischt sind, setzt man 100 g. Eiweiß und eben so viel Eigelb hinzu; durch Schlagen wird beides gut mit einander vermischt u. dünnflüssig gemacht. Solche Fenster bedürfen beim stärksten Sonnenstrahl keiner besonderen Ueberdeckung od. Beschattung, sondern nur nach Umständen zu Zeiten einer kleinen Lüftung. Macht man die Fenster von Glas, so lafse man die Scheiben 1—2 em. überdecken.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 400Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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