FeedMolybdänglanz oder Molybdänkies
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Molybdänglanz oder Molybdänkies, n. (Miner.). Naürlich vorkommendes Schwefelmolybdän. Glänztmetallartig; von Farbe bleigrau, ritzt Talk, durch Kalkspat ritzbar; in dünnen Blättern biegsam, aber nicht elastisch. Enthält 60 Th. Molybdän und 40 Th. Schwefel. Ist als Pulver in erwärmter Salzsäure zersetzbar, entwickelt auf Kohle schwefelige Säure, giebt weißen Beschlag, verändert sich aber wenig. Dient zum Poliren von Stahl und mit Salpeter verbunden zum Blaufärben von Metallen, sowie unter dem Namen Wasserblei zum Ofenschwärzen, zum Schnüren, zu ordinären Bleistiften etc.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 405Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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