Muschelkalkformation, k. (Miner.), nennt man die im westlichen Deutschland, namentlich in Thüringen, Westfalen, Bayern und Württemberg zwischen Keuper u. buntem Sandstein auftretenden Ablagerungen, welche vorherrschend aus Kalkgesteinen bestehen, die an einigen Stellen sich reich an Muschelversteinerungen zeigen. Wenn und wo 235 diese Formation vollständig entwickelt findet, besteht sie aus 3 Abtheilungen: 1. dem Hauptmuschelkalk oder oberen Muschelkalk, zusammengesetzt aus Kalkstein und Dolomit mit dünnen Zwischenlagen von Mergelschiefer. In dieser Abtheilung finden sich besonders Eneriniten, Terebrateln, Ceratitenetc. — 2. Die Zwischenbildung, bestehend aus Gips, Steinsalz und Thon, ist reich an Versteinerungen. — 3. Der Wellenkalk, unterer Muschelkalk, aus dünnen, welligen Kalksteinschichten, welche zwischen sich dickere Schichten mit Lerebratula vulgaris haben; s. übr. d. Art. kalkige Gesteine ., Kalkmörtel, Britz etc.