Naeré, m., chinois, frz. (Tischl.), mit Irismuschel (Halnotis) ausgelegte Arbeit, naeré métallique, siehe Metallmohr. Nadel, k., 1.s.d. Art. Nadelwehr u. Nadelsiel. — 2. frz. t aiguille, engl. spire, s. v. w. Spitzsäule, Helmdach. — 3. Stift zum Auftragen der Farben beim Emailmalen. Nadeldruse, f. (Bergb.), in zarten Nadeln oder feinen Spitzen krystallistrte Druse. Nadeleisenerz, n. (Miner.), s. v. w. Brauneisenerz. Nadelerz, n. (Miner.), eine Verbindung von Schwefelkupfer u. Schwefelwismuth mit Schwefelblei u. Schwefelwismuth. ganz dünne Feile zu fein durchbrochener Metallarbeit. nadelförmig, adj., frz. aciculaire, engl. acicular; so heißen Krystalle, die in langen und dünnen Strahlen gewachsen sind. Nadelholz, n. (Bot.), heißt alles Holz von Nadeln statt der Blätter tragenden Bäumen, der natürlichen Familie der Zapfenfrüchtler (Coniferae) angehörig. Man benutzt es in ganz Deutschland als Werkholz. Man rechnet zu diesem Holz: Fichte, Kiefer, Tanne, Lärche, Alerze, Cypresse, Araukarie etc. Die Bäume dieser Abtheilungtreiben abgehauen keinen Stockausschlag und die wintergrünen Arten lassen, wenn sie dicht stehen, unter sich fast keine Pflanzen aufkommen, als Moose, Flechten u. Schwämme. Das Holz ist weich, leicht zu spalten, der Länge nach aber meist sehr zähe und elastisch, daher bei schlankem Wuchs zu Stangen, Balken, Masten u. Bretern vorzüglich geeignet. Nordamerika ist ebenfalls reich an Nadelhölzern, z. B. Pinus alba, canadensis, Douglasii, flexilis, Strobus etc. s. übr. d. Art. Bauholz A. a. 2., Holz, Holzkohle etc. Nadelkohle, f. (Miner.), Art der Braunkohle (s. d.). Nadelpalme, f. (Bot., Raphia taedigera Mart., Fam. Palmen),, in Brasilien, besitzt 12—15 m. lange Blätter, die zum Dachdecken dienen; technisch benutzbares Holz, Mark, das sich wie Kork verwenden läßt, und Blattstiele, deren Haut zu Jalousien, Körben u. dgl. verarbeitet wird. Die Brasilianer nennen sie Jupati. Nadelsiel, n. (Wafsserb.), frz. pertuis, m.; Siel, welches etwa so eingerichtet ist wie das Nadelwehr; die Nadeln sind etwa 1,% —2 m. lang, am Kopf durch die brise, d. h. den Oberrähm einer Wendesäule gehalten, und stehen auf Schwellen. Nadelwehr, n. (Wasserb.) frz.déversoir m. Raiguilles, engl. needlé-weir, ein solches Wehr, bei welchem der den bezweckten Aufstau des Wassers hervorrufende Staukörper aus aufrecht stehenden Pfosten oder Stangen, Nadeln, 105 aiguilles, engl. stop-planks, von 8—11 cm. Stärke besteht, welche sich gegen einen festen Rahmen stemmen und an den oberen Enden durch ein festes Seil mit einander verbunden sind; s. d. Art. Wehr. v. MNgr. Nafata, k., s. d. Art. Bergnaphtha.