Feednägel genannt
TechnikBau-Lexikon 1881

nägel genannt, sind Bartnägel mit dachförmigem b) Lattennägel, sind Bartnäger d) Bodennägel, auch Band⸗ oder Fluddernägel genar e) Schal⸗ oder Thornägel mit rundem, gewölbtem Ko ) Bretnägel oder Ladennägel mit zweihakigem Kopf g) Schindelnägel mit plattem Kopf (Schaufelnägel) ) Schindelnägel mit zweilappigem Kopf (Köpfelnäge i) Rohrnägel oder Stuckatornägel 9 Schloßnägel, Rahmnägel, Spaliernägel m) Blech-oder Decknägel B. Eiserne Maschinennägel, frz. elous découpés àchaud, engl. hot-cut nails, warm gepreßte N. Die Kagelmaschine besteht in der Hauptsache aus zwei Walzen, in deren jeder Hälfte der Nagelform reihenweise eingegraben ist. Indem man glühende Eisenschienen zwischen den Walzen durchgehen läßt, werden die N. ausgepreßt; diese hängen noch etwas zusammen u. werden dann vollends auseinangeschnitten. Sie sind meist weicher als geschmiedete schlagen sich leicht krumm. Sorten sind folgende: Benennung. Länge in Zollen. Gew. in Pfunden. Baunägel Nr. 1. 4 100 pro 85 Stück 77 4. 3½ 40 5 „ . 3 33 „ Rohrnägel 2¼ pro Mille Pappennägel mit großen Köpfen 1½ 2½ Schloßnägel verschieden 1¾¼ „ „ Eiserne lechnägel, frz. Clous decoupés à kroid, engl. nails, kalt geschnittene Maschinennägel. Das Blech in Streifen geschnitten, so daß die Richtung, in der gewalzt ist, die Streifen quer durchzieht; dann werden Bleche durch Messer in Dreiecke, besser noch nach 2651 geschnitten. Dann werden die Abschnitte geglüht u. die Köpfe in einer andern Maschine durch Stoßen Pressen geformt. Diese N. (Fig. 2652fertig dargestellt) spalten sehr leicht und sind überhaupt nicht zu empfehlen.) dopf Bartnägel: mägel, Spranzmnt, Bartnägel Oalbe 3 16 D. Eiserne gegossene Nägel, frz. elous fondus, engl. cast nails; solche werden in zweitheiligen Sandformen gegossen und dann adoueirt oder getempert, d. h. gelinde geglüht, bleiben aber dennoch spröde u. sind daher fast untauglich. H. Eiserne Drahtstifte, frz. clous d'epingle, pointe de Paris, engl. wire-tacks. Hart gezogener, nicht geglühter, runder od. quadratischer Draht wird in Stücke geschnitten; diese werden gerade gerichtet u. mittels eines Spitzrades, d. h. eines eisernen Schleifrades mit feilenartig aufgehauenem Rand, oder mittels einer Presse gespitzt, dann durch Pres⸗ Fig. 2651. sung, Schlag od.Stoß mit einemKopf versehen, wäh⸗ *«k rend sie unter dem Kopf Fig. 2652. eingeklemmt sind. Bei anderen Maschinen wird die Drahtrolle einfach mit einem Ende in die Maschine eingeführt, diese zieht den Draht um eine Nagellänge auf einer Geradrichtung vorwärts, dann packt ihn eine Zange so, daß die zum Kopf nöthige Länge vorsteht; ein vordringender Stempel bildet den Kopf und eine Schere schneidet ihn ab, dabei zugleich die Spitze erzeugend. Je nach Größe der Nägel etc. liefert die Maschine 50—300 Stück in der Minute. Die Köpfe sind meist rund u. platt. Die gerippten Köpfe sind wegen bessern Haftens der Hammerschläge den glatten vorzuziehen. Vierkantige Drahtstifte haften besser als runde, schraubenartig gedrehte glit / mothes 18835d3/0436 Heidelberg noch besser. Die Sorten werden meist nach Nummern benannt. Diese Numerirung ist aber fast auf jeder Fabrik nach anderem System eingerichtet. Am meisten verbreitet ist die Benennung der Sorten in Bruchform, so daß der Zähler die Stärke od. den Umfang, der Nenner die Länge in französischen Linien oder auch in irgend einer idealen Mäßeinheit ausdrückt. Zweckmäßig ist es, die meist sehr glatten Drahtstifte durch Einlegen in Schwefelsäure vor ihrer Verwendung rauh zu beizen, worauf sie fester sitzen, als wenn man sie glatt läßt. F. Kupfernägel, für Kupferschmiede und Dachdecker. G. Blechnägel (s. d.). H. Sleinägel (. d.). J. Holzuägel, frz. chevilles, gournables, engl.treenails, trennels, trunnels, auch Bandnägel genannt, braucht namentlich der Zimmermann u. Tischler sie müssen etwas konisch geschnitten werden u. scharf schließen, dürfen demnach nicht zu nahe am Hirnholz eingetrieben werden, um dasselbe nicht zu spalten. II. N. als Gewicht, s. d. Art. nail.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 426Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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