Nar b, f., s. d. Art. Anlage g. Narcissen, K. pl. (Bot.), Attribut der Proserpina (s. d.). Narrenhäuschen, n., frz. cachot, m., recluserie, f. „engl. cadge, Cage, kleines Gemach, meist an der nördlichen „Seite des Ostchors oder an der Ostseite des nördlichen eKreuzarms angebaut und nach außen mit vergitterten n.Fenstern versehen; eine Art kirchlichen Prangers, worin rfür gewisse Vergehen, besonders Ehebruch u dergl., die 3.Kirchenbußen abgehalten wurden. Erhalten z. B. an der Stadtkirche in Meißen; vielleicht letzter Rest des Narthex. . narxrow, adj. engl., schmal, eng, n-place n.-boy „(Bergb.), Pfeilerdurchhieb. „Narther, n. und m., franz. narthex, m., férule, engl. ⸗„antenave, antetemple, lat. ferula; voe ne heißt eigentelich eine schilfrohrähnliche Pflanze, dann, auch vaeo noy, diemit Hürden aus Rohrgeflecht eingefaßte Rennbahn, „ebenso und später unter Weglassung des Substantivs blos e narthex, narthecum, der zu Leichenfesten angelegte 7„Vorplatz vor Mausoleen, und danach die vergitterte Vorhalle der Basilika, welche anfangs genau die Form des Geheges am antiken Hippodrom und des Grabvorplatzes hatte, d. h. an beiden Enden halbkreisförmig geschlossen war. Sie dienten den Büßern und Katechumenen zum Aufenthalt. Wirklich gebaute Narthexanlagen, in Ravenna Ardika genannt, kommen bis 580 vor; später begnügte man sich meist mit Abschließung eines Theils des Schiffes durch Gitter od. dgl. Vgl. auch Galilaea und Paradies.