Vorhalle, f. frz. 1. porche, vestibule, m., engl. porch, altengl. pastas, lat. porticus, atrium, vestibulum, bedeckter Vorbau vor dem Haupteingang eines Gebäudes, dient als Unterfahrt, Durchgang und Versammlungsort und wird besonders bei Kirchen, Rathhäusern, Palästen etc. sangewendet; doch auch an Privatgebäuden. Die vordere Seite kann man durch Säulen od. Pfeiler stützen und dazwischen offen lassen. Soll eine V. als Unterfahrt dienen, so muß ihr Boden, der etwaigen Erhöhung des Parterres entsprechend, an beiden Enden behufs des Auffahrens Rampen erhalten. — 2. V. als Theil einer Kirche, franz. antéglise, avant-nef, engl. antenave, lat. ferula, pronaus, alogia, s. d. Art. Kirche, Paradis, Hölle, Narthex, Anfahrt, Christophorus, Galiläa etc. — 3. V. als besonderes Gebäude s. d. Art. Gopura, Pastos, Pylon, Propyläon. — 4. B. als Theil einer Wohnung, frz. antichambre, engl. anteroom, s. d. Art. Vorraum, Haus etc. yvor Hand arbeiten, ohne Gerüste und Hebezeuge arbeiten, wobei jeder der Bauhandwerker sich die Materialien selbst an die Stelle der Arbeit schaffen muß; ebenso spricht man: „vor Hand heben“, wenn das Heben einer Last direkt durch Menschenhände erfolgt. VDorhang, m., frz. rideau, courtine, engl. curtain, lat. aulaeum, cortina, ridellus, parapetasma ete. Vorhaugshalter und Vorhangsspauge, frz. embrasse, engl. curtainclasp; Vorhangsring, franz. anneau de rideau, engl. curtain-ring; Vorhangsstab, Vorhangsstange, srz. tringle, engl. Curtain-rod ete., s. d. Art. Ausstattung, Fenster, Gardine, Theater etc. Dorhangsbogen, n., fälschlich für Sternbogen (s. d.).