FeedNaßdock
VerkehrBau-Lexikon 1881

Naßdock, n. (Schiffb.), frz. darse, f., engl. wet dock, auch Kumme genannt, großes Bassin im Hafen, wo die Schiffe mit der Langseite dicht an die Kais gelegt werden können und worin das Wasser in konstanter Höhe gehalten wird. Man gräbt ein solches Dock entweder in das Ufer ein oder schließt einen Theil des Hafens mit wasserdichten Mauern ab. Den Eingang zu einem solchen Bassin bildet entweder eine einfache Schleuse, wo die Schiffe nur bei Flut einlaufen können, oder eine Kammerschleuse, welche die Passage zu jeder Zeit ermöglicht; vor hohen Fluten u. heftigen Stürmen muß der Auslaß der Kammerschleuse durch ein Flutthor geschützt werden.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 431Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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