Nickelkies bestehen, dadurch, daß man den Diabasmandelstein, in welchen die Erzeeingesprengtsind, im Schachtofen mit Kohks u. noch nickelhaltigen Schlacken verschmilzt und zunächst einen Rohstein von unbestimmter Zusammensetzung erhält. Dieser Rohstein wird klein geschlagen und in Stappeln 4—5mal geröstet, hierauf in demselben Schachtofen mit Kohks und Schlacken, die beim ersten Schmelzen fallen u. noch Rohstein eingemengt enthalten, vöerschmolzen und dadurch ein Produkt gewonnen, welches 24—36 % N., 11—24 % Schwefel, 18—27 % Kupfer, 26—34 ¾ Eisen sowie Spuren von Kobalt enthält und über einem Gußherd mit Kohle eingeschmolzen wird. Das noch darinenthaltene Eisen geht als Oxydul in die Schlacke und man erhält einen Stein, der eisenfrei ist, 60 % N. und etwas Schwefel enthält und nach Entschwefelung zur Fabrikation des Argentans (s. d.) verwendet werden kann. Der N. hat 8,6 spez. Gewicht, läßt sich kalt und warm zu (½10“ starken, also sehr dünnen Platten strecken u. in feine Drähte ziehen, auch polirt er sich gut. In reinem Zustand ist er fast silberweiß, stark metallglänzend. An Luft und Wasser ist er unveränderlich, fast so strengflüssig wie Mangan, kann stark magnetisch werden, bietet überhaupt manche Aehnlichkeit mit dem Eisen dar, unterscheidet sich jedoch wesentlich von demselben durch seine größere Widerstandsfähigkeit gegen chemische Agentien, auch schlägt er das Kupfer nicht aus seinen Lösungen nieder, wie Zink u. Eisen; Schwefelsäure und Salzsäure greifen ihn fast gar nicht an, Salpetersäure jedoch oxydirt ihn mit Heftigkeit. Das käufliche Nickelmetall enthält häufig Arsen, wodurch es wie durch Kohlenstoff spröde wird; rein dargestellt kann eman es schmieden, walzen u. zu Drahtziehen; die Zähigkeit des Nis verhält sich zu der des Eisens wie 9:7. Um käuftliches Nickelmetall zu reinigen, löst man es in einer zur 9vollständigen Lösung nicht hinreichenden Menge starker Salzsäure mit einem Zusatz von ein wenig Salpetersäure; dann bleibt eisenhaltiges N. zurück; aus der verdünnten rLösung wird Kupfer und Arsen durch Schwefelwasserstoff tgefällt, filtrirt, gekocht u. dann unter Zusatz von Salpetersäure essigsaures Kali zugesetzt, wieder gekocht, dadurch edas Eisenoxyd gefällt und durch die abfiltrirte Flüssigkeit „Schwefelwasserstoff geleitet; dadurch wird der weiße N. „mit nur einer Spur von Kobalt gefällt, während das vor⸗ „handene Mangan nebst etwas N. u. Kobalt gelöst bleibt; wenn man nun noch mit Schwefelammonium fällt, den Niederschlag mit starkem Essig wärmt, so wird das Schwefelmangan ausgezogen.