Oriel, m. franz., engl. oriel, oriol, s., altengl. oriole, oryIe, Oryall, lat. oriolum, 1. vorgebautes Portal, Wetterdach, Schutzdach, detachirtes Thorhaus, vorgekragtes Obergeschoß. — 2. Auch oriel-window, Erkerfenster, vorgrientalische Baustile, s. d. Art. Persisch, Maurisch HEIDELBERG O Universitäts tirt. Die Christen folgten im Anfang der Richtung des Tempels zu Jerusalem; d. h. die Altarseite der Basilika stand im Westen, die Thüre im Osten. Zwischen 407 und 420 kehrte man die O. um, so daß der Altar nach Osten kam, s. d. Art. Basilika und Fig. 444 u. 445. So wie in Fig. 445 blieb die O. fortan mit Ausnahme des 17. und 18. Jahrh., wo die Jesuiten den Altar nach Westen, das Frauenschiff nach Süden verlegten. Geringe Abweichungen, frz. déviation, bes. nach Südosten, finden sich hänfig; stärker von der O. abweichende Kirchen, frz. églises malt tournées, lat. ecolesiae besornatae, werden gerügt.