Altaraufsatz, m., frz. arrière-dos, revers, m., engl. reredos, lat. tablatura altaris, postaltare, retroaltare, intabulamentum, n., fann sehr manchfach gestaltet werden. Die Kunstgeschichte kennt aber nur drei Hauptformen. 1. Der niedrige Altaraufsatz, Altarrücken, frz. retable, m., engl. Iardos, lat. retabulum, ist etwa 0,3½ m. bis höchstens 1, m. hoch, außer einem höher aufsteigenden Mittelbau, der das Kruzifix trägt, während auf den niedrigen Seitentheilen die Leuchter stehen (s. Fig. 140). Im Mittelbau kann man bei katholischen Altären Tabernakel und Expositionsthron anbringen. Wenn der A. zum Wegnehmen ist, oder mit beweglicher Verkleidung versehen, so heißt diese lat. superkrontale. 2. Der hohe Altaranfsatz, Altarbildschirm, Altarstock, frz. contre-autel, contre-retable, m., engl. high reredos, lat. iconia, f., steigt oft bis zu 20 m. hoch auf und kann ebenfalls einen Mittelbau mit Tabernakel u. Expositionsthron erhalten. Er besteht meist aus der Predella, dem guren enthält, und einer leichten durchbrochenen Bekrönung. Wenn ihm bewegliche Flügel angefügt sind, wird er zum Altarschrein (s. d.). 3. Der breite steinerne Altaraufsatz, Altarwand, Ausgeburt der Spätrenaissance, schlechthin verwerflich.