Papierstuck, m., frz. carton-relief, von E. Berthold in Leipzig erfundenes u. fabrizirtes Surrogat für Gipsstuck. Sehr dünnes Papier wird miteinem bes. präparirten Klebmittel bestrichen und mehrere Lagen in die Form eingebracht u. gepreßt. — Dieser P. ist viel leichter, zäher, daher weniger zerbrechlich als Gipsftuck, kann ohne Nässe, ohne Einhauen in den Putz re. befestigt und, wenn er neu angeschraubt wird, auch wieder entfernt und anderwärts angebracht werden; er ist auch bedeutend billiger als Gipsstuck.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 498Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei