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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

P. Oe, Abkürzung für per Centner. Pé, Peh, Pes, s. d. Art. Mäß. Penk, 8., engl. (Schiffb.), Steven, Bug. Peak-arch, penked arch, s. engl. (Forml.), der geschneppte Bogen, Schneppenbogen, s. Bogen. Peareh, s., altengl., s. d. Art. Perch. Pear-tree, s., engl., Birnbaum (s. d.). Peab, s., engl., Torf. Pebble, s., engl., Gerölle, Geschiebe, grober Kies; P.-stone, Kieselstein, Geröllstein. Pech, u., franz. poix, engl. piteh, s., eingekochtes Harz von Nadelholz, wird meist einfach nach der Farbe benannt, aber auch folgendermaßen unterschieden: gemeines V., schwarzes Schiffspech, frz. braim. gras, poix noire, engl. black piteh, auch Schusterpech genannt, wird bei uns vorzüglich von der gemeinen Kiefer (Pinus sylvestris L., Fam. Nadelhölzer) gewonnen und fast nur zum Pichen, 3. B. zum Auspichen von Abtrittsschlotten, Bottichen etc., verwendet, zu welchem Behuf man es warm machen muß, da es kalt sehr hart ist; kanadisches h., stammt von der nordamerikanischen Hemlocks⸗ oder Schierlingstanne (Ebies cangdensis L.); burgundisches P. oder weißes P., frz. poix blauche, engl. whité resin, kommt vorzugsweise von der Seestrandsfichte (Pinus Pinaster) in Südeuropa. Ueber die Bereitung s. d. Art. Pechsieden. Auf Holzwerk im Freien, feuchten Mauern re.giebt schon das Schwarzpech mit Theer vermischt dauerhaften Anstrich (s. d. 75. etc.); ferner dient es zu Baumkitt. Vergl. auch d. Art Colophonium. Pechbaum, m. (Bot.), I. s. v. w. gemeine Kiefer. — 2. Amboinischer h. ist die Dammarafichte (Dammara orientalis Lamb., Fam. Nadelhölzer) auf den füdasiatischen Inseln. Pechblende, L., Pechuran, n., frz. pechurane, m. engl. Piteh-ore (Miner.), s. v. w. Uranpecherz. Pechbüchse, k., Blechbüchse mit Siebdeckel, woraus der Glaser beim Löthen das gepulverte Colophonium aufstreut. Pecheisenstein, m. (Miner.), s. v. w. dichter Brauneisenstein. Pécheére, f., frz., 1. (Masch., Mühlb.) Arche, Gerinne. — 2. Eisterne. Pergerz, v., 1. s. v. w. Raseneisenstein (s. d.). — 2. s. v. w. Blätterkupfererz, s. d. Art. Kupfererz. Nechfaschine, k. (Kriegsb.), frz. lascine f. goudronnée, engl. pitoehed (and tarred) fascine. Sie werden 35 bis 45 em. stark, 50—60 em. lang, aus trockenem Strauch⸗ „ holz oder Fichtenzweigen mit Eisendraht gebunden, in eine Mischung von Oel, Pech u. Talg getaucht u. mit Schwefel oder Pulverstaub bestreut und dienen bei Belagerungen zum Anzünden der feindlichen Schanzwerke. ePechsichte, k. engl. piteh-pine, 1. P. od. Galipot ist die in Virginien einheimische Sumpfkiefer (Pinus palustris L. Fam Nadelhölzer), deren Stämme vorzüg liche Masten liefern. — 2. Pinus australis. 3Pechslamme, k. fd. Art. Illumination. Pechgrube, k., trockene, blos gegrabene, besser ausgeumauerte Grube in umgekehrter Kegelgestalt, zum Schwelen des Theers aus Kienholz statt des Pechofens benutzt. Um bvom tiefsten Punkt der Grube eine Rinne herausleiten zu „können, damit der Theer in einen Trog oder eine Grude läuft, legt man sie gern an einen Abhang. Pechkelle, k., Pechlöffel, u., franz. puchena, puchet, „m.j engl. piteh-ladle, paying-ladle, ein tiefer Löffel mit Stiel, mit welchem das geschmolzene Pech aus der Hech⸗ „Pfanue, dem Hechkessel, frz. chaudière à poix, engl. pitebpan, geschöpft wird, worin man es über dem Feuer gedienen zu Illuminationen etc., indem man das darin be5findliche Pech anzündet. Vechkohle, k., frz. houille f. piciforme, engl. pitch- „Coal, 1. Pechsteinkohle, feine Steinkohle, wird zunächst als Brennmaterial benutzt, aber auch mit Messern u. Feilen od. auf der Drehbank zu Ziergegenständen verarbeitet, die durch Schleifen auf Sandstein geglättet, mit Tripel u. Oel auf Leinwand polirt werden. — 2. s. d. Art. Braunkohle. Fig. 2784 u. 2786 von der Burg Aleamo auf Sizilien, normannisch; Vechnase, k., franz. assommoir, machecouli (. d.), moucharaby, engl. mace, machicoly, coillon, Vorrichtung an mittelalterlichen Befestigungen, um auf den herandringenden Feind siedendes Pech, Steine etc. schleudern zu können. Sie kommen in mancherlei Form vor: 1. einzeln, über einem Thor, einem größeren Fenster oder sonst an bes. ausgesetzten Stellen, als auch unter offenen Balkons, wie in Fig. 2784; 2. in Pären, wie Fig. 2785; 3. in ganzen Reihen, Pechnasenreihe franz. machieoulis, m. pl., engl. machicolation; s. d. Art. Burg, Festungshau, Italienisch-gothisch II. etc. Vechopal, m. (Miner.), f. d. Art. Opal. Pechpappe, k. zur Dachdeckung, s. unter Dachdeckung, Pappdach und Steinpappe. Pechsteden, u.; geschieht auf verschiedene Art in den dazu eingerichteten hechhütten. a) Sieden des burgundischen Pechs. Das beim Harzreißen gewonnene Harz wird in einem Kessel mit etwas Wasser bei gelindem Feuer gekocht, in einen Sack von grober Leinwand, den Harzsack, gegossen u. auf der Harzpresse ausgepreßt,; das Pech vereinigt sich zu einem Klumpen, von dem das Wasser abgegossen wird; das so gewonnene Pech wird nun in Tonnen geschlagen. b) Zur Bereitung des rothen u. weißen Pechs wird das Harz in einen großen Pechkessel gethan, welcher in einen Ofen eingemauert ist und am Boden ein Loch hat, das auf einer Rinne im Ofen steht, durch welche das Pech in ein untergesetztes Gefäß fließt. e) Auch gewinnt man das Pech durch Einkochen des geschwelten Theers im hechofen, franz. four à poix. Dieser ist unten eylindrisch, oben kegelförmig von Ziegelsteinen aufgeführt, hat unten ein Kohlenloch, oben ein Einsetzloch. Von der Mitte des kesselförmigen Bodens, des Pechherdes, frz. huche, führt eine Röhre zu dem außerhalb stehenden Pechtrog. Der ganze Ofen ist mit einem oben sich an die Ofenspitze anschließenden Mantel umsetzt, der unten Schürlöcher, oben Zuglöcher hat. Nach Füllung des Ofens mit Kienholz werden Kohlenloch und Einsetzloch zugemauert. Nach 25 Stunden fortgesetzter Feuerung fließt zunächst Theerwasser mit einem feinen Harz, Theergalle, Schweiß, aus, dann folgt der anfangs dünnere und hellere Theer, später dickerer und dunklerer; ersterer als Wagentheer, letzterer als Schiffstheer dienend; ersterer zum Kochen des weißen, letzterer zum Sieden des schwarzen Pechs brauchbar. VPechstein, w. (Miner.), frz. petrosilex m. résinite, pierre de poix, engl. stigmite, pitehstone, kommt in großen Massen vor, erscheint häufig porphyrartig durch graulichweiße, kleine Krystalle von glasigem Feldspat, die meistens zerstreut, seltener zu sternartigen Partien vereinigt in der Pechsteingrundmasse liegen, und heißt dann auch wohl Vechsteinporphyr; seltener vorkommende fremdartige Beimengungen sind Quarz, Augit, Hornblende u. Glimmer. Hier und da verläuft der P. in Feldstein und Obsidian. Durch Einwirkung von Luft und Wasser zerspringt er an der Oberfläche, seine Farbe bleicht, es lösen sich schalige Stücke ab, die sich allmählich weiter zertheilen u. in eine thonige, plastische, aber unfruchtbare Erde verwandeln. Ritzt Apatit, ritzbar durch Lopas, spez. Gew. 2/½6—2,7, Farbe grün, grau, roth, braun, schwärzlich, meist unrein, undurchsichtig, wachsglänzend. Säuren greifen ihn nicht sehr an. Gehalt 75, Th. Kieselerde, 11,½ Th. Thon, 1,3 Th. Kalkerde, 1, Th. Eisenoxyd, 6, Th. Talkerde, 33,3 Th. Wasser. Er bricht meist regellos und ist daher nur als Bruchstein zu gebrauchen. Vechtanne, k. (Bot), engl. piteh-pine, nennen Manche die Fichte, genauer wohl blos die Pechfichte. Peck, s., engl., s. d. Art. Maß. pectinated, adj engl., kammähnlich ausgezackt. Pedale, n., Iat., Fußteppich. Peddig, n. (Forstw.), das Mark eines Baumes, das innere, lockere Holz. Pedelata, f., lat., Mäßlatte, in Fuße eingetheilt, Fußstock. Pede plano, m., ital., lat. pedeplanum, ebenerdiges Geschoß. Pedest, m., s. v. w. Podest. Pedestals.,engl., lat. pedestallus, m., pedistallum, m., Fußgestell, Piedestal; p. ora column, Säulenständer. Dedesterstatue, k., frz. statue pédestre, engl. pedestrian statue, lat. statua pedestris, Bildsäule zu Fuß; s. d. Art. Bildfäule. Pédicule, f., franz., kleiner Schaft, Ständer, Stiel; pediculé, von einem solchen getragen. Pediment, s., engl., Giebel, Giebelfeld, daher auch Satteldach, Fronton, Bekrönung; pecdliimented, adj., giebelbekrönt. Pedométre, m., frz., Schrittmesser; s. Mäßrad. Pedrella, f., lat. piedrella, auch verderbt in praedella, 1. der niedrige Altarrücken (s. d.) der romanischen Periode, in der gothischenals Untertheil des Altarstocks beibehalten und daher auch s. v. w. Altarstaffel, Sockelgemälde des Altarschreins. — 2.Richtiger pradella, s. v. w. Altarpodest. Peduecio, m., ital., franz. piédouche, m., Bildstock, Bilderstuhl. Peel-tower, s., engl., s. Pile-tower. Peeping⸗-window, s. engl., Guckfenster, Bietfenster. Peg, s., engl., 1. Zapfen, Dübel, hölzerner Nagel. — 2. Splint, Keil, Knagge, Nase. — 3. Absteckpflock. — 4. Sprosse der einbäumigen Leiter. Pegasus, m. (Mythol.), geflügeltes Pferd, aus dem Blut der Medusa entsprungen, Attribut des Bellerophon, der Eos und des Apollon, Symbol der Poesie. PVegel, peil, m., Ahmiug, k. (Wasserb.), irz. marqueur, Echelle f. fluviale, engl. marker, water-gauge (Wasserb.), ist ein in Meter u. Bruchtheilmeter (od. anderes Mäß) eingetheilter Mäßstab, welcher in oder an Flüssen — gewöhnlich an Brückenpfeilern befestigt — eingesetzt wird, um an ihm das Fallen oder Steigen des Wassers genau beobachten zu können. Diese Beobachtungen werden jeden Tag, gewöhnlich dreimal, angestellt und die Resultate tabellarisch notirt. Der Ort des Nullpunktes, nach welchem man die Ablesungen einrichtet, ist in einigen Staaten in die Höhe des kleinstbekannten, in anderen in die des mittleren Wasserstandes etc. gelegt. Ueber Verwendung der Pegelbeobachtungen s. d. Art. Wasserstand. v. Nge. pegeln, trs. Z. (Wasserb.), s. v. w. peilen. Peg-⸗hole, 8., engl., Zapfenloch; pegladder, einbäumige Leiter; s. d. Art. Leiter. Pegma, u. gr. yhe, Bretergerüst; 1. in griechischen und römischen Theatern ein Gerüst, Gestell, aus beweglichen Stockwerken bestehend. — 2. Im Wohnhaus der Schrank zu Aufbewahrung der Ahnenbilder, imagines majorem, daher im Mittelalter Gestell für Bildsäulen. — 3. s. v. w. Lettner. Pegmatit, m. (Miner.), s. Aplit u. Granit, graphischer. Peg-shoulder, s., engl. (Zimm.),Aechselung eines Zapfens. Peignem. d'établi, frz.(Zimm.,Tischl.), die Vorderzange der Hobelbank. Peilbalie, f. (Schiffb.), s. Balje. peilen, trs. Z. (Wasserb.), die Tiefe eines Wassers mit dem Senkblei oder einer großen Stange untersuchen. Pei-VCoo, s. d. Art. Chinesisch. Peilstange, k., Peilstock, m., frz. échelle f. d'eau, ein in Meter (bis Centimeter) eingetheilter Stab, mittels dessen man die Tiefen eines Flusses mißt. Die P. kann rund sein, s. Fig. 2787, ist oben besser an einer Seite keilförmig zugeschärft, um kleine Anstauungen möglichst zu vermeiden (Fig. 2788). Am untern Ende ist eine Platte anzubringen, welche das Einsinlen der Stange in die Flußsohle verhütet. [v. Ngr. Peintre, m., franz., Maler; p. darchitecture, Architekturmaler; p. décorateur, Dekorationsmaler; p. imagier, Faßmaler, Staffirmaler (s. d. Art. iwago); p. imprimeur, Baumaler, Stubenmaler. Peintreau, m., franz., der Ansudler, schlechte Maler, Weißbinder. Peinturage, m., franz., Anstrich. Peinture, f., irz., Malerei; p. imagière, Faßmalerei, Staffirmalerei; p. murale, Wandmalerei; p. de trempe, bibliothek Heidelberg en détrempe, Temperamalerei; p. à la colle, Leimfarbenmalerei; p.égratignée, Sgraffitomalerei; p. plate, Flachmalerei; p. encaustique, à la cire, Wachsmalerei, Enkaustik; p. à kresque, Freskomalerei; p. en grisaille, s. Grisaillezp. àI'huile, Oelmalerei; p.sur verre, Glasmalerei; P. Gapprét, en apprét, Malerei mit Schmelzfarben auf weißes Glas; p. d'unpression, Baumalerei; p. à chevalet, Staffelmalerei; p. en pastel, à pastels, Pastellmalerei etc. peinturer, v. tr., frz., anstreichen, anmalen; peinturlurer, ansudeln. Peirerius, m., lat., Quadermaurer, Steinmetz. Peironus, m., lat., Galgen, Pranger. — 2. s. v. w. Perron. PDekannußbaum, m., Hickorynußbaum (s. d.). Pela, f., pelum, n., lat., Kastell, Burg.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 510Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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