Polder, m. (Deichb.), 1. tiefliegende, vor Ueberflutungen ringsum durch Deiche, Dämme geschützte Fläche, oft erst dem Wasser durch Eindeichung und nachherige Ausschöpfung des Wassers abgewonnen, welche nicht blos verschiedenen Grundbesitzern, sondern zu verschiedenen Ortschaften gehören kann. Zu Entwässerung der P. dienen, dafern sie nicht zu tief liegen, Deichschleusen oder Siele, zu denen Entwässerungsgräben hinleiten und welche bei geringer Ausdehnung auch wohl durch Röhren ersetzt werden, die an der Stromseite Klappen erhalten. Bei großer Tiefe wendet man Schöpfmaschinen an; zu diesen gehören die Poldermühlen, deren Windflügel mittels Trillinges eine Spindel drehen, an welche ein hölzerner Trichter befestigt ist, auf dessen unterem Rand Schaufeln und auf dessen Innenseite spiralförmig Rinnen angebracht sind. Durch schnelles Umdrehen des Trichters wird das Wasser, welches die Schaufeln fassen, vermöge der Centrifugalkraft in den Rinnen emporgetrieben und fließt oben aus, oder sammelt sich in einem in dem Morast vorher ge8 grabenen Brunnen, über dem die Maschine aufgestellt * Spitze der Inhölzer zum Festlegen des Tauwerks. Volderdeich, m. (Deichb.), kleiner Sommerdeich an neinem Vorland.