Poliment, u., Vergoldergrund. A. Goldpoliment, frz. assiette, engl. gold-size. 1. Für Oelvergoldung s.d. Art. Goldgrund 1. Außerdem kann man auch P. bereiten, indem man in 16 Th. Oel 16 Th. Bernstein, 4 Th. Mastix in Körnern und 1 Th. Judenpech einschmilzt. — 2. Zu Wasser⸗ oder Leimvergoldung. Man filtrirt 16 Th. armenischen Bolus durch Flußwasser, reibt dann 2 Th. Graphit und 2 Th. Röthel, vermischt es, nachdem es getrocknet ist, mit einander und reibt mit Olivenöl ab. Will man das P. verwenden, so macht man es mit schwachem Pergamentleim an. Die Schönheit der Leimvergoldung hängt bes. von der Qualität des P.s ab. — 3. P. zur Glanzvergoldung. Man koche 33 g. Galbangummi eine Stunde lang in einem Topf mit verklebtem Deckel, rühre ferner zu 8 g. pulverisirtem armenischen Bolus auf dem Feuer 33 g. weißes Wachs zu, gieße dann durch ein Tuch das Gummiwasser darauf und drücke es aus; nach dem Trocknen wird die Masse feingerieben. — B. Silberpoliment od. Silbergrund: Mit etwas Reißblei und genuesischer Seife reibt man feinen Pfeifenthon ab und setzt Pergamentleim zu. Maolin, v., Rutheninum, n. (Metall.), zur Platingruppe gehöriges Metall, von G. Osann in Würzburg u. L. Claus in Kasan entdeckt. Bis jetzt nur als schwarzgraues Pulver dargestellt, das leichter ist wie Iridium; mit den geeigneten Säuren verbunden, giebt es sehr schöne Pigmente, PHoliufarben, und zwar lasurblau, indigblau, orangeroth, schwarz, dunkelbraun, kirschroth, gelb und grün.