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AllerleiBau-Lexikon 1881

Portos m., ital., lat. portus, s. v. w. Hafen. bibliothek Heidelberg Portormarmor, m., frz. port'-or, s. d. Art. Marme P. im Anstrich, s. d. Art. Imitation C. a. Portrait, m., franz., 1. aus dem lat. portractio, pr tractio entstanden, Konterfei, Bildnis. — 2. p. du pavet Zurichthammer des Pflasterers. Porzellan, n. franz. porcelaine, f. engl. porcela: wurde 1518 durch Portugiesen aus Ostasien nach Euro gebracht, 1574in Florenzzuerst, fast gleichzeitig in Deutf land nachgeahmt. Der Name ist von der Porzellanmusch porcella, enilehnt; man unterscheidet hartes und weich P.; zu ersterem, frz. p. dure, engl. hard-ware, gehört d 1699 von Tschirnhausen erfundene Biscuit, das v Böttiger 1707 erfundene Meißner P.; zu dem weichen? franz. pate tendre, engl. tender p., gehört das 1695 St. Cloud erfundene, nachmals in Chantilly und Sevr. fabrizirte, wohin aber auch 1774 die Fabrikation des dure verlegt ward, sowie das P. von Capo-di-Monte, Madrid etc. Thürgriffe, Schilde etc. von Porzellan sii wegen ihrer Reinlichkeit sehr zu empfehlen. Porzelanblau, u., s. Englischblau. Porzellanerde, Porzellanthon, m., s. v. w. Kaolin. Porzellanfurbe, f. Dieselben verändern sich durch de Brennen; man nimmt zu Erzeugung von Rosa bis Karmesin Goldpurpur, Biolett.. . dasselbe mit Zinnoxyd gemischt, Roth.. Eeisenoxyd, Schwarz .. Kobaltoxyd, Kupferoxyd u. Eisen-Dunkelgrün Nickeloxyd, ellgrün „. Berggrün oder Chromoxyd, BLIOTHEK Parzellaufliese, f. s. d. Art. Fliese 3. Porzellanglasur, . d. Art. Glasur 1. Porzellanjaspis, m.„s. unter Jafpis. Porzellanlüstre, m., d. h. schillernde Glasur, engl. smearing; 1. Wismuthlüstre; 30 Th. Kolophonium schmilzt man allmählich in einer Schale im Sandbad u. fügt dann unter fortwährendem Umrühren in kleinen Portionen 10 Th. krystallisirtes salpetersaures Wismuthoxyd hinzu. Wenn die Flüssigkeit braun zu werden beginnt, gießt man 40 Th. Lavendelöl in kleinen Portionen zu u. nimmt dann vom Feuer. Beim Erkalten werden unter Umrühren noch 35 Th. Lavendelöl zugethan, u. dann läßt man alle nicht aufgelösten Bestandtheile absetzen. Vor der Anwendung läßt man die Flüssigkeit an der Luft od. bei gelinder Wärme bis zu einem gewissen Grad verdicken. — 2. Regenbogenfarbe und das Schillern der Muscheln nachzuahmen, wie folgt: Gelb: 30 Th. Kolophonium, wie oben, dazu 10 Th. salpetersaures Uranoxyd etc.; Rostfarbe: 30 Th. Kolophonium, wie oben, dazu 30 Th. salpeterfaures Eisenoxyd; polirtem Gold ähnlich: Uran-Eisen⸗ u. Wismuthmischung vereinigt; irisirende Regenbogenfarben: Knallgold, Cyangold und Cyanquecksilber; Jodgold oder Goldlösung wird auf einer Palette mit Terpentinöl angerieben, diesen Teig läßt man trocknen und reibt ihn wieder mit Lavendelöl an; auf 1 Th. thut man dann 1, 2 oder 3 Th. Wismuthfluß hinzu; wird mit dem Pinsel auf dem verzierten u. gebrannten Porzellan aufgetragen, dann mit Uranlösung bedeckt u. nochmals gebrannt.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 565Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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