Docke od. Dogge, f., plur. Docken, Doggen, frz. balustre, m.engl. baluster (bannister), doll, lat. baluster, columella (vergl. Baluster), span. baxrote, balaustro, I. kleines, stark geschwelltes oder geschweiftes Säulchen, deren man sich, durch einen Handgriff (s. d.) verbunden, als Geländer, Dockengeländer, Balustrade, bedient; bei steinernen Perrons, Plattformen u. Treppen machte man sie, namentlich in der Zeit der Renaissanee, des Barock⸗ und Zopfstils, wo sie sehr beliebt waren, in der Regel von Stein und zwar in den manchfachsten Formen, von denen wir nur einige der reinsten in Fig. 1403—1407 geben; dabei unterscheidet man folgende Theile: a) Kopf, frz. chapiteau, engl. chapitrel, oft ein wirkliches Kapitäl, b) Hals, frz. col, engl. gorge, neck, c) Halsglied, frz. colarin, engl. eincture, d) Dünnschaft, frz. füt, engl. fust, e) Bauch, frz. panse, engl. belly; d u. e zus. den Schaft, frz. poire, engl. trunk, 1) Fuß, frz. base, engl. basis, jedoch jetzt zieht man meist die zierlicheren, sogen. Traillien von Eisen vor. Hölzerne Treppen etc. bekommen entweder schwache eiserne od. von Eichen-od. feinerem Holz gedrehte. — 2.(Mühlenb.) vier auf den Fachbäumen od. Schwellen senkrecht stehende Säulen, welche das Mühlgerüst einschließen u. sein Gebälk tragen. — 3. s. v. w. Kaminstein. — 4. frz. bonde, Zapfen oder Schlägel an den Teichständern. — 5. Kurzes, dickes Pfählchen als Piquet beim Abstecken. — 6. Auch Vole, Rasenstück, zum Belegen von Böschungen u. Beeten gebraucht. — 7. Am Schlüssel das Gesenk zwischen Ring und Stab. — 8. An Leuchtern der Schaft der Leuchtersäule, in der Regel geschweift. — 3 nn Stroh, hier u. 5 statt der Dachspäne beim Ziegeldach verwendet. — 10. frz. poupée, engl. puppet, Theil der Drehbank (s. d.). Fig. 1403. 1404. 1405.