Reißmodel, Streichmäß, Reißmäß, n., franz. tracequin, trusquin, engl. marking-gauge, shifting-gauge, Werkzeug zum Vorreißen, Abreißen von Linien parallel mit einer Kante, vorzüglich auf Holz angewendet. Es besteht aus 1 od. 2 viereckigen od. runden Holzstäbchen, in einem Gehäuse — Kopf oder Anschlag genannt — verschiebbar; ein spitzer Dorn in jedem Stab dient zum Ziehen der Linien, indem man an der Seite des abzumessenden Holzes das Gehäuse anlegt und fortschiebt. Wenn man statt des Dorns eine Schneide einsetzt, so wird das R. zum Schneidemäß und kann zum Abschneiden von Fournierstreifen dienen. Ueber die R. der Spanier vgl. Jariloca.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 34Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei