FeedRöhrenflüche
TechnikBau-Lexikon 1881

Röhrenflüche, k.,s. d. Art. Fläche. glit / mothes 18845d4/0064 Röhrenform, k., zum Gießen bleierner und eiserner Röhren, wird in einem Rahmen von feinem Sand u. Gestübe hergestellt eineingelegtes rundes Holz. Röhrenmodell giebt dem Sand die für die äußere Gestalt der Röhren nöthige Höhlung; der Röhrenkern, in diese Form geftellt,‚ e bringt das Lichte der Röhre hervor; er besteht aus einer mit einem Strohseil umwundenen eisernen Stange, um welche 1½—2½ em. stark Lehm angeschlagen wird, den man mit einer Schablone glatt dreht. Etwas größer, als die Stärke der Röhrenwand sein soll, muß der Zwischenraum zwischen Kern und Form sein. Röhrenholz, u. Im Holzhandel nennt man so besonders glatte Stämme, 25 em. im Durchmesser u. bis 188. lang, aus denen Röhren gemacht werden können. de flamme directe, chaudière de locomotive, engl. tupular boiler, s. d. Art. Dampfkessel. Rährenkitt, m., s. d. Art. Kitt. Röhrenleitung, k. frz. conduite de tuyaux, engl. conduit of pipes, s. d. Art. Wasserleitung, Centralheizung, Gasbeleuchtung etc. air-level, eine in Messingfassung eingeschlossene Glasröhre, welche mit rektifizirtem Weingeist so gefüllt wird, daß noch eine kleine Luftblase bleibt; das Ganze ist auf einer Metallplatte befestigt u. so eingerichtet, daß sich die Luftblase in der Mitte des sichtbaren Theils der Glasröhre zwischen zwei auf derselben angemerkten Strichen befindet, sobald die Platte auf eine horizontale Ebene gesetzt wird. Will man daher eine Ebene, z. B. eine Mensel, horizontal richten, so muß man die Lage derselben so lange abändern, bis eine auf dieselbe nach beliebigen Richtungen gestellte R. überall richtig einspielt. Röhrenylatte, k, Bleitafel zum Verfertigen von Röhren. Röhrenstoß, n. frz. abouehement, m., Vereinigungspunkt zweier Röhrenenden; s. Röhre. Röhrenwälfwerk, franz. laminoir à tuyaux, engl. rolling-mill for pipes od. tubes; s. d. Art. Walzwerk. Röhrenziehbank, f. frz. dragon, banc à tirer, engl. tube dgrawing-machine, Maschine zum Ziehen v. Röhren. Rohrfloß, n., s. d. Art. Floß. Rohrgewebe, n. Ein aus Maurerrohr gefertigtes Gewebe zum Berohren der Decken, fabrizirt von C. Stauß in Brandenburg (Reichspatent 10119). Es kommt in Rollen von 20 qm. bei 1,, 1,2, 1,40 2c. bis 2,4% m. Breite in den Handel; die Rohre sind durch 20 cm. von einander entfernt laufende Drähte verbunden; für jeden Draht wird eine 2, —3 em. starke Leiste quer gegen die Balken genagelt und an diese die Drahtläufe in 1216 em. weiten Zwischenräumen befestigt. Besonders zu empfehlen ist die doppelte Decke, wobei zwei Sorten Gewebe verwendet werden, das dichtere zuerst, darauf das weitere Gewebe mit Stoßwechsel genagelt wird. Rohrhammer, m. s. unter berohren. Rohrhobel, m. s. d. Art. Hobel. Rohrholz, n., s. d. Art. Bauholz F. I. n. Röhricht, Schilf (. d.). Rohrkolben, m., breitblätteriger und schmalblätteriger (Typha latifolia et angustifosia, Fam. Typhaceae), zwei einheimische Wassergewächse von schil ahnlichem Wuchs; dienen ebenso wie andere Arten, die in Südeuropa und Ostindien wachsen, zu Flechtwerk, Matten u. dgl. Rohrnagel, m., österr. Stukatornagel, m., frz. lou rosenux, engl. tack; s. Berohren, Rohrdecke, Putz u. Nagel. Rohrschelle, f., frz. gache, f., engl. olip, vall-book; s. d. Art. Fallrohr. gebohrter, deutscher Schlüssel. Rohrschnecke, k. s. archimedisch. Rohrsparren, m., besonders schwache Sparren zu Dächern, welche mit Rohr gedeckt werden sollen. Rohrspritze, ., s. d. Art. Feuerlöschapparate. Röhrstamin, m., s. d. Art. Bauholz F. I. d. Rohrständer, w., s. v. w. Mönch (s. d. und Ablaß 1.). Mohrstechbeitel, m. (Web.), franz. eiscau à douille, engl. socket-chisel, Stechbeitel, welcher statt der Angel ein Rohr (f. d. 3.) hat. Röhrtrog, Röhrkasten, m., franz. auge, k. lat. immissarium, Brunnenkasten, geradlaufender Brunnen; s. d. Art. Röhrwasser. Rahrwalze f., frz. tondin, engl. pipe-mould; s. d. Art. Rohr und Fig. 2958 A. Röhrwasser, n. Da das Brunnenwasser zu manchen häuslichen Arbeiten zu hart ist, auch nicht in allen Ortschaften genügend viel Brunnenwasser für den Bedarf der Einwohnerschaft erlangt werden kann, so leitet man oft Wasser aus einem in der Nähe der Stadt befindlichen Quell, Fluß, Brunnen, See oder Teich in die Stadt, und zwar jetzt meist, statt der früher allgemein üblichen, gewöhnlich sehr kostspieligen, gemauerten Aquädukte (s. d.), durch Röhrenleitungen, welche sich bei ihrer Ankunft in der Stadt in die Straßen und dort in die einzelnen Grundstücke verzweigen; in jedem Grundstück befindet sich entweder ein Reservoir, selten eine Cisterne, öfter ein offener Kasten von Stein, Eisen oder Holz, Röhrtrog genannt, oder die Verzweigung beginnt hier nochmals, indem das Wasser in die einzelnen Räume des Hauses geleitet wird, wo sich dann unter dem betreffenden Hahn Becken mit Ablaufröhre für den Ueberschuß von Wasser befinden. Nach Durchmesser des Auslaufhahns und Geschwindigkeit des auslaufenden Wassers kann man die Menge des in einem gewissen Zeitraum ausströmenden Wasserquantums und danach die jährliche Gebühr für das zulaufende Wasser berechnen, s. d. Art. Wasserzoll; das im Grundstück nicht gebrauchte Wasser, der Abfall, dient dann entweder zu Ausspülung der Kloaken oder fließt einem Nachbar zu. Die in den einzelnen Orten sehr abweichenden polizeilichenEinrichtungen einer solchen Wasservertheilung anzuführen mangelt hier der Raum; über die technische Einrichtung f. Wasser und Wasserleitung. Rohrzirkel, m., franz. Compas d'epaisseur, engl. thickness-callipers, pl., Zirkel zum Messen der Wandstärke an Röhren. Rohschiene, f., franz. ker m. ébauché, engl. mill-bar, puddled bar; s. im Art. Puddelofen. Rohstchienenwalzwerk, n., Puddelwalzwerk (Hütt.), frz. train baucheur, engl. puddle-rolling-mill, blooming-rolling-mill, forge-train; s. d. Art. Walzwerk. Rohschlacke, f., Rolach, n., frz. scorie f. pauvre, engl. poor slag, tap-cinder (Hütt.), die beim Rohschmelzen des Kupfers, beim Rohfrischen des Eisens durch zu geringe Heizung und zu heftiges Gebläse mit dem weißen Roheisen zugleich entstehende Schlacke, beim Hochofen frz. aitier de Ia fonte terne, engl. black-einder genannt. Rohschwefel, w., s. v. w. Treibeschwefel; s. Schwefel. Rohstahl, m., frz. acier naturel, brut, acier de fonte d'Allemagne, engl. rough, natural german steel, fertiger, aber noch unverarbeiteter Stahl, der unmittelbar aus Roheisen durch Niederschmelzen im Stahlherd (dem Frischherd ähnlich) gewonnen ist; s. Eisen und Gerben, sowie Stahl. Rohstahleisen, n., . frz. fonte f. aciéreusc, englsteelpig, Roheisen, welches zur Stahlbereitung geeignet ist. — 2. frz. konte blanche lamelleuse, mirotftante, Cristalline, engl. specular cast-iron, spiegekiron, auch Rohstahlfloß, s. v. w. Spiegeleisen; s. d. Art. Eisen und Stahl. Rohziegelbau, w., . frz. magonnerie enbriquecrue, engl. cob-masonry, Bau aus rohen, d. h. ungebrannten Ziegeln. Bei vielfachem Wechsel von Feuchtigkeit, Frost, Wasser etc., 3. B. im Grundbau, für Sockeln etc., hält er sich 1nicht lange. Umfassungsmauern von Luftziegeln müssen gegen das Einwirken der Witterung vollkommen geschützt sein, durch vorspringende Dächer, Verkleidungen etc. — 2. Auch Ziegelrohban, frz. briquetage, engl. visible brickwork, Mauerwerk von gebrannten Ziegeln ohne Abputz, wobei die Stirnfugen entweder mit Kalk oder mit Cement ausgestrichen werden, muß sehr sorgfältig ausgeführt werden, ist aber bei Auswahl lauter guter Ziegel haltbarer als Kallputz und einer großen ästhetischen Ausbildung durch Formziegel re. fähig, welche er auch schon bei den Ostgothen u. Longobarden, sowie an den gothischen Bauten der lombardischen und der norddeutschen Tiefebene gefunden hat. Vergl. darüber die betr. Stilartikel. Einiges s auch in Art. Mauerverband. Roje, f. s. v. so. Ruder. Rolandssäule, Rnlandssul, k., aus Rothlandsstule, aus Rugelandssäule oder aus dem niederdentschen hrötland, Ruhm, abzuleiten. So heißen die, bes. in Norddeutschland auf den Märkten vieler Städte stehenden kolossalen Ritterstatuen, Zeichen der direkten kaiserlichen Oberhoheit u. gewisser, den betr. Städten verliehenen Rechte. Die Meisten jedoch vermuthen in ihnen Standbilder des Kaisers OttolI., mit dem Beinamen der Rothe. Mehr s. in M. M. a. W. Roll, Loller, s. engl., 1. f. Rolle 3. u. Walze. — 2. Die Welle. — 3. Die Stange Schwefel. — 4. Verdrückung eines Flötzes. — 5. Rundfalz bei Blechdeckung. Rolla, f., lat., Drehlade in Klöstern u. Findelhäusern. Rollbatterie, k. (Kriegsb.), s. d. Art. Batterie. Rollbaum, m., 1. s. v. w. Haspelbaum. — 2. f. v. w. Drehbaum. Roll-billet, s., engl., frz billette cylindrique, moulure f. hachée, Rollenfries; s. in d. Art. Billet u. Fig. 579. Roilblei, n., s. im Art. Blei. Rollbrücke, K. frz. pont m. roulant, engl. rollbridge, s. d. Art. Brücke und Schleuse. Rolle, f., 1. (Mech.) frz. poulie, engl. pulley, lat. orpiculum, trochléea. Einfaches mechanisches Instrument, zur Hebung von Lasten, Uebertragung einer Kraft auf Big. 2959. Feste Rolle. Drehpunkt in der Achse der R. liegt, während die beiden Hebelarme nach den Punkten hin gehen, wo das Seil auf die R. auf⸗ und von ihr abläuft. Die Hebelarme der Kraft und der Last sind gleich, deshalb wird an Kraft durch eine feste R.nichts gewonnen, vielmehr wegen der nicht zu vermeidenden Reibung noch etwas verloren. Doch kann man durch eine feste R. die Richtung der Kraft ganz beliebig ändern. Man nennt daher die festen Rin auch Richtungsrollen, Leitrollen re., frz. poulie fixe, engl. Hxed pulley. Bei der beweglichen oder losen R., Araftrolle, franz. poulie mobile, engl. moveable pulley, ist das Seil an einem seiner Endpunkte befestigt‚2 dann um die R. gelegt, an deren Bügel oder Hülse an einem Haken die Last hängt, während am andern Ende des Seiles die Kraft wirkt. Hier verhältsich die Kraft zur Last, wie der Halbmesser der R. zu der Sehne des vom Seil umspannten Bogens. Istalso, wie Fig. 1734 etc. Art. Flaschenzug, der umspannte Bogen ein Halbkreis, d. h. sind die beiden Seilenden parallel, so ist die Kraft nur halb so groß a wie die Last, also K(A): LCB) I 2. Bei nicht paral-BERG O Universitätsbibliothel lelen Seilenden kann man die Krastersparnis ermitteln a) durch das Parallelogramm der Kräfte nach Fig. 2960, wo E die Spannung am befestigten Ende, die Hand die Kraft K und das Gewicht die Last Ldarstellt, dann ist recht ist; b) durch den Centriwinkel 40B, Fig. 2961. Setzt man Ae = 1, so ist P:H 1: 2sin ACD Solange also C größer als 60° ist, wird Kraft erspart; sobald CBkleiner als 60 wird, wird Kraft vergeudet. Lose R., frz. poulie folle, engl. 1o0se pulley, nennt man auch eine auf einer Welle lose sitzende, sich also nicht mit dieser drehende R.oder Fig. 2960. Bewegliche Rolle. Scheibe, s. auch Friktionsrolle. Ueber die wichtigste Verwendung der R. s. d. Art. Flaschenzug, Kehrblock, Block, Kloben. — 2. s. d. Art. Wäschrolle u. Mange. — 3. franz. rouleau, engl. roller, s. v. w. Walze, besonders d I. die Stäbe, an welchen die Rouleaux befestigt werden. —4. s. v. w. Holzrutsche, Erzrolle U. dgl. — 5. s. v. w. Riß in einem Dach. — 6. Ornament, besonders vorkommend als Schlußsteinverzierung im Rococcostil, welches einem aufgerollten Papiergleicht. — 7. R. nennen die Maurer hier Fig. 2961. Bewegliche Rolle. und da die Rollschicht, bes. auf Bögen, also die oberste Schicht eines mehrschichtigen Bogens. rolled iron, s., engl., Walzeisen; r. plate, Walzblech. Rollenblech, Rollmessing, u., s. d. Art. Messingblech 5.; wird in Rollen von 5—6 Pfd. verkauft. Rollenblei, n., s. d. Art. Bleiblech, Bleidach re. Rollenbohrer, m., s. v. w. Bogenbohrer, s. Bohrer. Rollenfries, m. (Forml.), s. Roll-billet und Billet. Rollenkloben, m. (Masch.), franz. cbape, navette, moufle. f., engl. pulley-block, Rollenhülse, auch Flasche genannt; s. d. Art. Flaschenzug. Rollenzinn, n. (Hütt.), s. d. Art. Zinn. Rollenzug, m. (Masch.), f. d. Art. Flaschenzug 2. Roller w., 1. Lunte zum Dichten der Fenster u. Thüren; s. d. Art. Spalte. — 2. Hier und da s. v. w. Stein einer Rollschicht, hochkantig gelegter Ziegel. ollig, adj. (Bergb.), s. v. w. locker, mürbe. Rolling-mill, 8., engl., das Walzwerk. Rolling-stock, s., engl. (Eisenb.), Betriebsmaterial. Nollglied, n. (Forml.), s. d. Art. Roll-moulding. Rollkammer, k, ein in der Nähe des Waschhauses befindlicher heller Raum, in welchem die Wäschrolle (s. d.) aufgestellt wird. Rollkasten, m. (Hütt.), s. d. Art. Pochwerk. iglit / mothes 18845d4/0066 Rollkorb, m. (Kriegsb.), s. im Art. Schanzkorb. Rollkupfer, n. (Hütt.), s. d. Art. Kupferblech. Rollladen, m., Rolljalonsie, k., franz. volet uu. roulant, engl. revobvingshutter, rollbarer od. aufwickelbarer Verschluß für Fenster, Kaufläden etc. Bis vor wenigen Jahren kannte man nur die zwei ersten der nachstehend aufgeführ-Fig. 2962. Fig. 2968. dig ten Arten. Seit einiger Zeit aber folgen sich rasch neue Erfindungen auf diesem Gebiete. 1. Eiserne oder hölzerne Stäbe an Kettengliedern befestigt, s. Fig. 2962. — 2.Holzrollladen, engl. Coiling wood-shutter, bestehen aus Latten mit geeignetem Profil, mittels Gurten, Stahlband oder Bindfaden od hintergeleimter Leinwand verbunden, Fig. 2963 u. 64; von Karl Schließmann in Mainz auch in den Profilen Fig. 2965 geliefert, und zwar Profil Lohne oder mit Lichteinschnitten, auf stayke Leinwand, auf Gurte od. Fig. 2966. Fig. 2967. Fig. 2968. Stahlbänder gezogen. Profil ILu. IILähnlich; Profil schließt beim Herablassen fest, läßt sich aber von Stab zu Stab aus einander ziehen, um Licht und Luft einzulassen. Profil Wibleibt beim Herablassen aus einander gezogen und dient also besonders als Rollschattenladen. Profil VI dient zu Rollschattendecken für Glashäuser; sie sind aus Kiefer-oder Tannenblättchen gefertigt und durch starken Draht verbunden. — Als Beschläge gehört zu den R. Profil EIV je eine Rollwalze, eine Gurtenscheibe, zwei Rollwalzenlager zum Eingipsen, Leitrollen, Gurtenhalter, Zug⸗ „gurt etc., ferner als Aufstellmaterial eiserne Laufnuten und „Ausspreizvorrichtung. Anzugeben ist bei Bestellung das genaue Mäß der Lichtenöffnung sowie des Raums für die „Rolle, ob der Laden mit oder ohne Seitenführung, mit Fig. 2969. Fig. 2970 Würzburg; Hamburg-Berliner Jaldusiefabrik in Hamburg, Berlin, Breslau und Leipzig; Just, Kachholz u. Reuthner in Plagwitz⸗-Leipzig; Hermann in Oschatz, Bogen u. Leibfried in Eßlingen, Karl Röhler in Leipzig. — 3. Selbstrollende Holzjalousie, engl. selfeoiling woodshutter. Statt der Gurte werden Stahlfedern aus angelassenem Stahl durch die Stäbe gezogen. Das Profil der Stãäbe ist gegen die sub 2 genannten vervollkommnet, s. Fig. 2966—68. Die Feder rollt den Laden selbst auf, sobald er losgelassen, also z. B. aufgeschlossen wird, und wickelt sich um eine oben, Fig. 2969, oder unten, Fig. 2970, angebrachte Walze, die in einem Rollkasten, engl. oilchest, steckt, der verschieden konstruirt sein kann. Der R. gleitet in dem Falz eines eisernen oder harthölzernen Führungspfostens, engl. shikting-pilaster. — 4. Eiserne Rolljalousie, engl. revolving-iron-lath-shutter, ist a) flach, engl. flat lath ete., s. Fig. 2971; b) gekrempt flach, engl. rectilinear lath, s. Fig. 2972; C) gebogen mit Scharnier, engl. cur-Vilinéar lath, s. Fig. 2973; d) S-förmig gebogen ohne Scharnier, weniger der Reparatur ausgesetzt als o, hat aber etwas mehr Reibung, s. Fig. 2974, erfordert daher ein Getriebe zur Bewegung; e) ähnlich, aber mit Bandkette an beiden Enden, s. Fig. 2975. — 5. Selbstrollender Fig. 2972. Fig. 2973. Fig. 2974. Fig. 2975. Gußstahlladen, engl. self coiling steel-shutter, aus angelassenem und gewelltem Gußstahlblech in einem Stück; beim Aufrollen wirken zwei oder mehrere in Gehäuse eingelegte Spiralfedern mit, welche sich beim Herabziehen an⸗, beim Hinaufziehen abspannen. Das Herab⸗ und Hinaufziehen geschieht mittels eines Hakenstabes. Diese Läden haben sich bis jetzt gut bewährt, sind aber noch zu neu, um beurtheilen zu können, ob Rost, langes Angespanntbleiben der Feder re. bei längerm Gebrauch sehr nachtheilig wirken. Hauptfabriken sind W. Tillmanns in Remscheid, Berlin, Brüssel, Wien etc., Clark u. Co. in London, Just, Kachholz u. Reuthner in Plagwitz-Leipzig, Karl Röhler in Leipzig etc. tätsbibsiotne Heidelberg

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 54Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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