Schattenlinie, f. (Herald.), s. d. Art. Beschattet. sthattiren, abschattiren, trs. Z., franz. ombrer, engl. to shalle, 1. s. Abschatten. Wenn ein in der Malerei nachgeahmtes Gesims etc. abschattirt werden soll, um es körperlich erscheinen zu lassen, so muß der diese Arbeit Fertigende die in der Natur sich herausstellenden Schattennuaneirungen genauu sorgfältig studiren. Schlagschatten werden in der Regel etwas dunkler als Körperschatten sein und sich nach dem Rand zu etwas verlaufen; unterübrigens gleichen Verhältnissen erscheinen die Schatten in der Ferne blasser und unbestimmter als in der Nähe; bei der Modulation der im Schatten liegenden Körpertheile, sowie theilweis beschatteter Körper, ist der Reflex zu berücksichtigen. Wo kein Reflexhindringen kann, sind die Schatten etwas dunkler zu halten. Die Schattenflächen erhalten dieselbe Farbe thek Heidelberg DFC wie die Lichtflächen, nur etwa ins Graubläuliche nuancirt‚, außer wo ein farbiger Reflex zu berücksichtigen ist. Im übrigen s. d. Art. Licht, Farbe etc. — 2. Das stufenweise Beizen oder sog. Schattiren des Ahorn⸗, Eschen⸗, Lindenod. andern weißen u. gebeizten Holzes geschieht wie folgt: Ein Kästchen von Eisenblech oder Kupfer, von der Länge der Fourniere u. ungefähr 7—10em. weit und hoch, füllt man mit weißem, durchgesiebtem Sand, steckt die Fourniere so tief in den Sand, als sie schattirt werden oder eine dunklere Farbe erhalten sollen, fetzt das Kästchen auf glühende Kohlen, damit sich der Sand erhitze, u. beobachtet dabei die Fourniere öfters, ob sie die gehörige braune. Farbe erhalten haben. Bei einiger Aufsicht kann man so dem Holz Schatten und Licht geben und die Farbe verschmelzen. Will man geschnitzte Figuren, Ornamente, Laubwerk schattiren, so schmilzt man Zinn od. Blei in dem Kästchen, taucht die Holzstücke hinein und giebt ihnen dadurch die gehörige Schattirung. — 3. (Herald.) schattirt, frz. Omhré, tracé, s. v. w. schwarz tingirt. schattirte Feile, k., s. d. Art. Feile a. 6.