Cavelier (Pierre Jules), franz. Bildhauer, geb. 30. Aug. 1814 zu Paris, hatte David d'Angers und Paul Delaroche zu Lehrern und erhielt 1842 für seinen Diomedes, der das Palladium raubt, den —⁷ Preis der Bildhauerei. Während der fünf Jahre seines Aufenthalts in Rom als Pensionär der dortigen Französischen Akademie sandte er in den Pariser Salon von 1849 seine berühmte Statue der Penelope. Der E von Luynes kaufte die Statue für sein Schloß Dampierre. Von seinen spätern Arbeiten sind hervorzuheben: die Marmorgruppe der Cornelia mit ihren beiden Söhnen, die Karyatidengruppe am südl. Flügel des neuen Louvre, die alerie auf der Harler im Giebelfelde der Apollogalerie auf der Gartenseite im alten Louvre, die monumentale Statue der Stadt Paris und zwei Karyatidenstatuen: Compiegne und Boulogne, am Nordbahnhofgebäude zu Paris, vier Statuen: Moses, Elias, der heil. Augustin und der heil. Thomas von Aquino, für die Kirche der Atstin ebendaselbst, sechs 3.Horel. öre an der Attika des pariser Grand-Hötel, drei Basreliefs, welche die bildenden Künste, die Naturwissenschaften und die Gewässer symbolisieren, im Palais de Longchamp zu Marseille; für dasselbe Gebäude eine kolossale Gruppe, welche die Einmündung der Durance in Marseille vorstellt; die sitzende Statue Glucks im Vorzimmer an der Seite der vordersten Fagade des neuen pariser Tder Ausfuhr Stilgefühl, Gründlichkeit und Reinheit der Ausführung, Schönheit der Formen und Linien, Anmut der Stellunen sind Vorzüge seiner größern Werke. Seine Büsien verraten sichere Kenntnis des Anatomischen und feines Verständnis des Physiognomischen. C. ist seit 1865 Mitglied des Instituts und Lehrer an der pariser Kunstschule.