Abthof, m., kleiner gesonderter Kreuzgang u. Garten e zur Benutzung seitens des Abtes. Abtkapelle, k. frz. chapelle, f. abbatiale, engl. abbatical-chapel, Kapelle in der Abtei (s. d. 2.), bes. zu Abnahme der Gelübde neuer Ordensmitglieder, auch wol zur „Tonsirung dienend, liegt bis um 1220 meist an der Ostseite der Abtei als ganz geschlossene Kapelle, auch wohl mit Krypta für die Leichname der Abte versehen, später aber meist im Abthof, so daß sie mit der Westseite sich in die Halle an der Westfront des den Hof umgebenden Kreuzgangs öffnet. nbtünen (Stubenm.), 1. frz. teinter, engl. to tint, in einem gleichmäßigen, aber zarten Ton streichen, als Gegensatz von abfärben mit einem gesättigten Farbenanstrich. — 2. durch sehr feine, weniger dem Auge als dem Gefühl erkennbare Nuancen heller werden lassen, z. B. ein Plafond wird nach der Mitte zu abgetönt. — 3. absatz⸗, sozusagen stufenweis aus dem Hellern ins Dunkle übergehen lassen. Um z. B. eine Kehle abzudunkeln oder abzuschattiren mit einer Farbe, die sich nicht gut vertreiben läßt (. d. Art.), setzt man erst auf die ganze Breite den hellsten Ton, der nöthig ist, darauf den nächstfolgenden dunkleren Ton etwas schmäler, so daß ein schmaler Streifen des hellsten sichtbar bleibt, und so fort, bis endlich der tiefste, dunkelste Ton in einem eben so schmalen Streifen aufgetragen wird, wie von den anderen sichtbar sind. Dadurch nun, daß man die Streifen an Breite etwas ab⸗ oder zunehmen läßt, kann man den Kehlen oder Simsen verschiedene scheinbare Profile geben.