Schweif, m., ‚rz. queue, f., engl. tail, im allgemeinen s. v. w. Schwanz (s. d.), im besonderen aber: 1. bei doppelten Blasebälgen Verlängerung des Mittelbodens, an die der Balg befestigt ist. — 2. (Bergb.) bei einem Gang das Ausgehen oder Ende, wo nur armes Erz oder taubes Gestein gebrochen wird, daher 3. armes Erz, z. B. Bleischweif, Eisenschweif. — 4. Schweif od. Stirn des Strebepfeilers, die vordere Seite desselben. — 5. franz. ringard, engl. porter, eiserne Stange, welche man an ein sehr großes Stück Eisen anschweißt, um dasselbe beim Schmieden besser regieren zu können.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 175Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei