Schwimmwage, k., s. d. Art. Aräometer. brick, s. v. w. Schwammziegel, s. d. Art. Bausteine. schwinden, intr. Z., an körperlichem Umfang abnehmen, geschieht 1. beim Holz, frz. s'amaigrir, engl. to shrink, durch Zusammentrocknen, wobei es dann gewöhnlich aufreißt; s. d. Art. Holzverderbnis und Bauholz D. c. — 2. Beim Gußeisen, franz. décroitre, engl. to shrink, durch Erkalten, bei Anfertigung der Formen ist hierauf Rücksicht zu nehmen; s. darüber, bes. über den Schwind. mäßstab, frz. Echelle de retraite, engl. contraction-rule, d. Art. Gußeisen III. — 3. Das Schwinden bei Mauerwerk, auch Setzen gen., ist nicht allein Folge von Zusammendrückung des Erdbodens durch nach u. nach immer vermehrte Last, sondern auch Mauern, welche auf absolut feststehenden Rosten aufgeführt werden, setzen sich durch Zusammendrückung und Zusammentrocknen der Mauerfugen. Man sei daher vorsichtig bei Verbindung des Ziegelmauerwerkes mit Sandstein, der kleinere Fugen hat und daher weniger schwindet, d. h. man lasse einen kleinen Spielraum, so weit die Mauer über den Sandstein reicht. — 4. (Ziegl.) Schwinden des Thones, frz. rentrer, engl. bo shrink; die Theilchen des Thones rücken schon beim Trocknen näher an einander, die anfänglich entstandenen Poren werden enger, die spez. Schwere nimmt zu und die Masse wird so dicht, daß sie keine Eindrücke mehr annimmt. Während bei gesteigertem Hitzegrad die Poren immer enger werden u. also der Thon während des Brennens an spez. Gew. zunimmt, ist dies mit der Dichtigkeit der Masse an sich nicht der Fall. Diese erreicht mit dem Anfang der Glühhitze ihren Kulminationspunkt u. geht mit der Weißglühhitze wieder auf denselben Grad zurück, den sie nach dem Trocknen unter 100 O. hatte. Im Anfang verliert nämlich der Thon noch Wasser, u. zwar, nachdem er bei 150° O. getrocknet war, noch 8½/. Von da ab bleibt sich sein Gewicht gleich, aber in der Glühhitze vermehren die Thontheilchen ihr Volumen, vermindern also ihre Dichtigkeit. Sie nähern sich aber natürlich auch zugleich einander, woraus eine Verminderung der Zwischenräume, also eine vermehrte Dichtigkeit der ganzen Masse erfolgt. Das Schwindmäß für den gebrannten Thon beträgt ungefähr 8/% jeder einzelnen Dimension; ziemlich sicher geht man, wenn man dem Modell in jeder linearen Ausmessung so viel rheinländische Zoll Größe giebt, als der gebrannte Gegenstand sächsische Zoll messen soll. — 5. Das Schwinden aufgeschütteter Erdmassen, z. B. der Deiche, beträgt 12—16/ f. d. Art. Erdarbeiten.