Thärklopfer, m., frz. boule, f., heurtoir, m., maillet, marteau de porte, engl. Knocker, clicket, rapper, lat. CornixX, Ual. martello, Jpan. aldaba, I. d. Art. Klopfer. Sie hatten im Mittelalter oft die Gestalt eines Hammers, Fisches (s. Fig. 3343) od. dgl., meist aber die eines Ringes, mit welchem auf einen an der Thür befestigten Amboß. selten auf einen blosen Knopf oder Stift geklopft ward. Im Mittelalter waren sie meist aus Eisen, in der Renaissancezeit aber meist aus Bronze, selten aus Messing gefertigt. In Fig. 3344 geben wir unseren Lesern einen Renaissanceklopfer aus Venedig. Die Klopfer sind jedoch jetzt meist durch Klingeln verdrängt worden.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 342Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei