Torfstechen, u., Corfstecherei, franz. exploitation de la tourbe, engl. turk⸗-digging, wird vom Frühjahr bis zur Heuernte betrieben. Man leitet zuvor in Kanälen das Wasser ab, räumt hierauf die obere, unbenutzbare Schicht, die aus Rasen und sandiger Erde besteht, ab u. sticht dann den brauchbaren Torf mit einem langen, schmalen, sehr scharfen eifernen Korfspaten in 24 30 enn langen, 10 bis 15 em. breiten und dicken Stücken, Soden oder Ziegel genannt, heraus; diese werden zum Trocknen in Torfscheunen oder im Freien hohl geschränkt in Wänden aufgestellt. Toril, n, span., Stall für die Stiere bei Stiergefechten; s. d. Art. Amphitheater.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 357Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei