Weide, k., frz. aubier, osier, saule, m., engl. willow, sallow, osier (Salix, Fam. Salicineae); das Holz der meisten Arten ist weich, mürbe, der Berstockung sehr unterworfen und läßt sich schlecht bearbeiten. I. Einheimisch in Deutschland sind folgende Arten: Felber⸗, Welge⸗, Wichelnweide, gemeine oder weiße W., deren Rinde zum Braunfärben benutzt wird; das Holz ist weiß, leicht, schwammig, grobjährig, gewöhnlich etwas krausfaserig, brüchig, weich, in der Jugend zähe und von geringer Dauer; läßt sich nicht gut bearbeiten, fasert leicht, wirft sich aber nicht sehr. b) Salix helix, monandra, einmännige, Hagenweide, Uferweide, Bach⸗ od. Rasenweide; die Zweige eignen sich gut zu Geflecht u. Uferbefestigungen. 0) Salix ambigua, Bastardweide, hat gelbrothe Zweige. d) Salix fusca, braune W., Dammweide, gut zu Dammbepflanzungen. e) Salix vitellina, gelbe Här⸗, Gold⸗, Huereie rothe Band⸗ braune Bandweide, Baalbaum, Dotterweide; das Holz hält einen bessern Hobelstrich, nimmt auch mehr Glätte u. eine schönere Beize an als die weiße W., die Zweige sind zu Kopfholz u. Flechtwerk sehr brauchbar. f) Salix fragilis, Knick⸗, Glas⸗, Spröckel⸗ od. Rostweide, Bruchweide; das Holz kann von Tischlern und Drechslern bearbeitet werden, giebt auch gutes Brennholz, die Rinde ein Chinasurrogat, die Wurzel eine rothe Saftfarbe. g) Salix caprea, Sahlweide, Sälweide, Sohlweide, Hohlweide, große Werftweide, breitblätterige oder rauhe Werftweide, Söhlweide, Beerwiede, Pfeifenholzweide, auf Rändern bis 4 m. hoher Strauch, in Wäldern bis zu 9 m. hoher Baum. Das Holz ist gut zu Schachteln, Reifen etc., die Blüte sehr honigreich. h) Solix pentandria, Fieber⸗, Faul⸗, Baumwollen⸗, Schaf⸗, Strauchweide, glatte Säl⸗, Palmen⸗, Lorberweide, giebt gutes Brennholz. i) Salix amygdalina, Pfirsich⸗, Hain⸗, Busch⸗„ Häger⸗, Pfahl⸗, Schäl⸗, Schlick⸗, Mandel⸗ Wasserweide, vorzüglich gut zu Geflecht; die Rosmarinweiden haben sämtlich weiches weißes, wenig dauerndes, unhrauchbares Holz. k) Salix repens, Kriechweide, und ) Salix triandria, Buschweide, sind zu spröde zum Flechten. m) Salix viminalis, Korb⸗, Band⸗, Fisch-vX Grund-od. Krebsweide,. zu Uferbefestigung und Flechtwerk tauglich. u) Salix in-Roth⸗, Schußweide, rother Wilchenbaum; ferner p) Salin rosmarinifolia, Rosmarinweide, im Sande über Torf wachsend, ferner die Salbei⸗ oder kleine Werftweide, die Sammetweide etc. sind nur zu Flechtwerk u. Anpflanzung behufs Anhägerung zu brauchen. II. Von fremden Win erwähnen wir: a) Salix babylonica, babylonische W., Trauerweide, in Gärten sehr anwendbar. b) Salix fisca, gespaltene W. e) Salin glauca, Alpenweide, Bergweide auf rauhen Gebirgen. d) Salix arenaria, Feld⸗, Sand⸗, Stein⸗, Ackerweide, in feuchtem Sand. e) Die graue W., Salix eineria.