Weinhefe, f. engl. léees of wine, lat. faex, scheidet sich beim Gähren des Mostes aus. Durch Verkohlen derselben erhält man eine feine Schwärze, die beim Kupferdruck Berwendung findet. Nach Plinius bereiteten die Alten durch Verkohlung von Wen eine Art Indig (Indicum). Man erhält mit Weinhefenkohle, Weintreberschwarz, und gelben Farben grüne Nuaneen, sie kann auch durch Versetzung mit Weiß zum Malen der Lüfte gebraucht werden und unterscheidet sich überhaupt von anderen schwarzen Farben durch einen merklichen Strich ins Blaue; s. auch d. Art. atramentum.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 471Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei