Weißen, Abweißen, Beweißen, Anweißen, Ausweißen, frz. blanchir, geschieht in der Regel nach dem Schlämmen (S. d. 2.), und zwar mit einem Pinsel; Farben dazu sind: 3) Kalktünche; b) Kalk und Gips, mit viel Wasser und etwas Lackmusbrühe angemacht; e) Spanischweiß, franz. Blane de fard, de perxle, &Espagve, engl. Hake-wWhite, und etwas weniges Kohlenschworz (damit das W. nicht in das Röthliche übergeht), beides einzeln in Wasser aufgelöst, welches halb mit Handschuhleim versetzt worden, werden vermischt und zwei lauwarme Anstriche damit ausgesbibliothek Heidelberg führt. Ist die Decke od. Wand schon weiß gewesen, so kratzt man den alten Ueberzug ab, macht so viel als nöthig neue Kalklagen, stäubt dann den Kalk ab und trägt obige Mischung auf. Weiteres s. in d. Art. Anstrich. B. Weißer Anstrich mit Gelfarbe. a) Man reibe mit gereinigtem Leinölfirniß bestes engl. Bleiweiß ab u. rühre es mit Terpentinöl zum Auftragen ein. b) Man reibe auf einem Reibstein mit reinem Flußwasser bestes Kremnitzerweiß ab, trockne in kleinen Häufchen; reibe es mit gereinigtem Oelfirniß zum zweiten Mal ganz fein ab, verdünne die Farbe mit Terpentinöl u. bringe sie in ein reines Gefüß; mit dieser Farbe gebe man auf den Bleiweißgrund noch mindestens 2 —3 Anstriche (lieber einen Anstrich mehr u. schwächer). Weiteres s im Art. Oelfarbe.