Zinnfolie, k., franz. keuille f. d'étain, engl. tin-foll, Stanniol, sehr dünn gewalztes Zinnblech, lommt als Rollzinn im Handel vor. Man wählt dazu das reinste, geschmeidigste, sogen. Körnerzinn, und verbraucht sie u. A. zum Belegen der Spiegel, feuchter Mauern re. Um Z. zu fürben, reibt man sie mit feinem Kreidepulver u. Baumwolle rein ab, überzieht sie mit Hausenblasenleimlösung, färbt dann mit Berberitzenlackmus, Orseille oder Safran und überzieht mit Kollodium oder Weingeistfirniß.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 516Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei