FeedGleumore
ErdkundeBrockhaus 1882

Gleumore, Thal in Schottland, durchzieht die Grafschaft Inverneß von SW. nach NO., vom Loch Linnhe bis zum rabere mied. Innerhalb desselben verbindet in gerader Linie der Caledonische Kanal die Seen Lochy, Oich und Neß. Der gesamte Spalt hat von Meer zu Meer 160 km Länge und sein Boden 30 m Meereshöhe. Glenner (der), ein rechter Nebenfluß des Vorderrheins im Oberlande des schweiz. Kantons Graubünden, ubrdemh mit zwei Quellflüssen, dem Vriner⸗ und dem duuchließt in der Adula⸗ oder Rheinwaldgruppe, durchfließt das Lugnetzerthal und mündet bei Ilanz (692 m) in den Rhein. Der Vriner⸗ oder Schwarze Rhein, der eigentliche G. (roman. Glogn), hat seine Quellen 2400 2900 m über dem Meere am Fuße des Piz Scharboden 63124 m) und am Paß Diesrut (2424 m) und durchfließt in nordöstl. Richtung das hohe, weidenreiche Vrinthal. Bei Obercastels (998 m) vereinigt sich mit ihm der Valser⸗ oder Weiße Rhein, der mit zwei Quellbächen aus dem Lentagletscher nördlich vom Rheinwaldhorn und aus dem Kanalgletscher entspringt und zuerst in nordöstl., dann in nördl. Richtung das Valser- oder St. Peterthal durchfließt. Von der Vereinigung der beiden Quellflüsse fließt der G. in tiefem Tobel zwischen den begrasten Abhängen des Piz Mundaun (2054 m) westlich, den 2—7 der wild zerrissenen Rieinerhörner (2874 m) östlich, durch das Lugnetz dem Vorderrhein zu, in den er 691 meüber dem Meere, 1 Em östlich von Ilanz einmündet. Sowohl der G. selbst wie seine beiden Quellflüsse sind wilde Bergwasser mit zahlreichen Stromschnellen und Wasserfällen. Von der Quelle des Valserrheins am Lentagletscher (2200 m) bis zur Mündung beträgt die Flußlänge 40 km, das Gefälle 1510 m. Das Flußgebiet umfaßt etwa 375 qkm, wovon 26 àEm (7,2 Proz.) auf Gletscher entfallen. Glen-Roy, Thal in der schott. Grafschaft Inverneß, Distrikt Lochaber, Kommune Kilmanivaig, 21 km im NO. von Fort William, berühmt wegen seiner drei 13 kKm langen Uferterrassen, welche an den Bergabhängen übereinander hinziehen in 262, 326 und 350 m Höhe. Gletscher sind Eisströme, welche in den Firnschneefeldern der Hochgebirge und arktischen Kontinente entspringen und sich in langsamem Flusse thalabwärts bewegen. Ihr Material besteht aus harten Eiskörnern, welche zu einer kompakten Masse verschmolzen sind, die jedoch nach allen Richtungen von außerordentlich feinen Haarspalten durchzogen ist. Dieses Glets chereis entsteht aus dem Zusammenschmelzen des Firns, der unter dem Drucke der auf ihm lastenden Schneemassen und unter dem Einfluß der Erdwärme vereist. Den Gesetzen der Schwere schreis und von oben gedrängt, fließen diese Gletchereismassen beständig tiefer in die Thäler hinab, oft weit unter die Region des ewigen Schnees. Auf diesem Wege sind sie einem beständigen Abschmelzen unterworfen; ihre Ausdehnung nach Dicke und Länge, ihr Hinabreichen in die Thäler ist daher das Resultat einer Ausgleichung dieser beiden Wirkungen, d. h. sie schreiten so weit vor, bis der Prozeß des Auftauens dem des Vorrückens das Gleichgewicht hält. In sehr kalten und schneereichen

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 104Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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