FeedGleiwitz
ErdkundeBrockhaus 1882

Gleiwitz, Hauptstadt des Kreises Tost-G. im Regierungsbezirk Oppeln der preuß. Provinz Schlesien, 66 km südöstlich von Oppeln, links an der Klodnitz und am Klodnitzkanal, 227 müber dem Meere, Station der Linien Kosel-Kandrzin-Auschwitz, G.⸗Beuthen-Schwientochlowitz und G.⸗Guido-Morgenroth der Oberschlesischen Eisenbahn, ist Sitz eines Land- und eines Amtsgerichts, eines Landratsamts, eines Hüttenamts, einer Reichsbankstelle, eines Steueramts, einer Handelskammer und einer Bauinspektion, hat eine katholische, eine altlatholische und eine evang. Kirche, eine Synagoge, ein Gymnasium, eine Ober-Realschule, womit eine Fachschule für Mechaniker und Hüttenleute verbunden ist, zwei höhere Töchterschulen, ein Zeughaus, ein Hospital, zwei Krankenhäuser und zwei Waisenhäuser und zählt (1880) 15 077 meist katholische und ehr gewerbfleißige E. Es besteht hier eine königl., 1794 gegründete Eisengießerei mit zwei Hohöfen, großartiger Maschinenbauanstalt, Kesselschmiede etc., zwei Drahtfabriken, ein Gasröhrenwalzwerk, drei Privatmaschinenbauanstalten, zwei Privateisengieereien, eine Glashütte, Papierfabrik, Cementampffabrik, Chamottefabrik, Dampftischlerei, Fabrik zur Herstellung von Maschinenteilen, drei Dampfmehlmühlen u. s. w. — Der Kreis Tost-Iandch zählt auf 905 qkm (1880) 92 474 meist ath. E.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 104Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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