Gnöthi seautön (grch., Lyödt oεαοτν, d. h. Erkenne dich selbst), Ausspruch des Chilon (s. d.). Gun (Catoblepas) nennt man eine kleine, aus zwei Arten (C. Guu, taurina oder Gorgon) zusammengesetzte Gruppe der Antilopenfamilie von der Größe des gemeinen Esels, welche in ihrem Außern merkwürdigerweise das Mittel zwischen Pferd und Ochsen hält, indem das G. dem erstern durch die allgemeinen Umrisse, Hals, Schwanz und Mähne, dem letztern aber durch den Kopf und die Hörner gleicht. Die Hörner, welche beide Geschlechter besitzen, krümmen sich erst vorn über die Augen herab und streben dann empor und zurück. Die erwähnten Arten unterscheiden sich besonders durch die Größe und die Farbe der Mähnen und der Haarbüschel am Schwanze und dem Kopfe, welche den Tieren ein grimmiges Ansehen geben. ie G. leben Eangtor in Südafrika vom Kaplande bis zum iquator, sind vorsichtig, schnell und wild und stellen sich zuweilen gegen den Jäger; auch gezähmte erwachsene Tiere zeigen nicht selten Anfälle von Wut oder boshafter Laune. Man macht auf dasselbe häufig Jagd, weil sein Fleisch als schmackhaftes Wildbret geschätzt it. In Menagerien sind in neuerer Zeit zahme G. oft in Europa gezeigt worden; jetzt hat man deren fast in allen zoolog. Gärten. (S. Tafel: Antilopen 1, Fig. 2.) Guubberkraukheit, Volksausdruck für jene Rückenmarkskrankheit der Schafe, welche man gewöhnlich Traberkrankheit (s. d.) nennt.