FeedGodscham
ErdkundeBrockhaus 1882

Godscham, der südl. Teil des Alpenlandes Abessinien im nordöstl. Afrika. Gewöhnlich wird im Lande mit diesem Namen der vom Abai oder obern Blauen Nil (Bahr-⸗el-Asrak) umflossene Teil verstanden, von seinem Austritt aus dem Tanasee bis Fazogl. Im engern Sinne ist G. die größte der vier Provinzen dieses Bereichs, neben Matscha, Damot und Agaumiddu. Dieselbe hat die Gestalt eines großen Hufeisens von etwa 270 km Entwickelung, von der Einmündung des Iba, an der Nordseite, bis zum Godscheb und Bir. Der Abai trennt sie von Begemeder und weiterhin von Schog und den Gallaländern. Es ist ein hohes, entwaldetes Plateau, hauptsächlich ein Weideland.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 149Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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