Goldberg (Berl), jüd. Gelehrter, geb. 1801 zu Raschkow in Polen, wanderte nach Königsberg i. Pr. und später nach Berlin, in welchen beiden Städten er (1842 —45) verschiedene kalendarische Tabellen, außerdem das Chofes Watmonimv, eine Sammlung hebr. Anekdoten, herausgab und sich an der in Berlin 1845—46 erschienenen Ausgabe des mathem.⸗chronol. Werks „Jesod Olam beteiligte. Von 1848 an verlegte er seinen Wohnsitz nach Paris, von wo er sich auf längere Zeit nach London und Oxford zu Arbeiten in den dortigen Bibliotheken begab. Durch Selbststudium hatte er sich die Kenntnis des Arabischen angeeignet, und erwarb sich besonderes Verdienst durch das mit Sachkenntnis ausgeführte Kopieren älterer Werle und Handschriften der genannten und der pariser Bibliotheken.