Goldwespen (Chrysidae) nennt man meist leb⸗ — metallisch, grün, rot und blau schimmernde leine Wespen, welche einen breit ansitzenden, rinnenförmig ausgehöhlten Hinterleib besitzen und sich so einrollen können, daß nur die Flügel hervorstehen. Sie besitzen eine lange Legeröhre, aber keinen eigentlichen Stachel, und legen ihre Eier in die Nester anderer Wespen und Bienen, besonders der Mauerbienen. Die ausschlüpfenden fußlosen Larven töten zuerst die Larven der rechtmäßigen Besitzer des Nestes, zehren dann die Vorräte auf und verpuppen sich nun in dem Neste selbst. Man kennt etwa ein Dutzend Gattungen, jede mit vielen Arten (Chrysis, Hedychrum u. s. w.).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 175Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei