FeedGomera
ErdkundeBrockhaus 1882

Gomera, eine der Canarischen Inseln, 27 km südwestlich von Tenerifa, zählt auf 374 qkm (1877) 11989 E., ist von elliptischer Gestalt und erfüllt von einem hohen vulkanischen Plateau, das mit steilen, von den Gewässern eingeschnittenen Küsten zum Meere abfällt, bis 600 m hoch. Der höchste Punkt ist der 1340 m hohe Cumbre de Garojona. Die zahlreichen Bäche, welche mit Kaskaden zum Meere eilen, haben in den Basalt reizende Thäler gerissen, in denen Palmen gedeihen, während das Plateau Lorbeerwälder bedecken. Es wird viel Vieh gehalten und etwas Seide und Kartoffeln ausgeführt; die Gewinnung von Wein, Zucker und Cochenille ist fast ganz aufgegeben. An der Ostseite liegt San-Sebastian de Gomera, mit 2400 E. und einem guten Ankerplatz, von wo Columbus 7. Sept. 1492 zur Entdeckung von Amerika ausfuhr.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 185Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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