Gorodnaja oder Gorodno, Flecken im russ. Gouvernement Minsk, Kreis Pinsk, 76 km südöstlich von Pinsk, am See Gorodno, mit 987 E., gehörte 8 den Pogorinschen Städten, welche oft in den eschreibungen der Zwistigkeiten der Teilfürsten erwähnt werden. Im 12. Jahrh. wurde G. die Hauptstadt eines besondern Teilfürstentums, welches die Gegend zwischen dem Styr und Goryn einnahm. Im 17. Jahrh. litt der Ort sehr durch den Hetman Jahn Radsiwill.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 206Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei