Gorodischtsche, Kirchdorf im russ. Gouvernement Wladimir, Kreis Pereßlawl-Saljesskij, 5 Km westlich von der Stadt letztern Namens, am östl. Ufer des Sees Pleschtschejewa, mit 285 E., ist auf allen Seiten von alten heidnischen Grabhügeln umgeben, in welchen sich menschliche Knochen und verschiedene metallene Gegenstände finden. Ganz in der Nähe besinden sich auch die Überreste einer 0 alten Kirche und ein Kirchhof; nach der Überieferung soll die Stadt Pereßlawl zuerst hier gestanden haben. Am Ufer des Sees liegt hier auch ein 23 mhoher, künstlich aufgeworfener Hügel, genannt der Alexanderhügel, bei dem sich wahrscheinlich noch zur Zeit Iwans V. ein K oster befand.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 206Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei