Graaf (Regnier de), berühmter Anatom, geb. 1641 zu Schoonhoven, studierte zu Löwen, Utrecht und Leiden Medizin, lebte einige Zeit in Paris und. ließ sich dann als Arzt in Delft nieder, wo er 1673 starb. Seine wichtigsten Arbeiten betreffen die Bauchspeicheldrüse und die weiblichen Geschlechtswerkzeuge, besonders die von ihm entdeckten und ihm zu Ehren als Graafsche Bläschen (ovula raafiana) benannten Follikel des Eierstocks. Seine «Opera omniav erschienen zu Leiden 1677, Amsterdam 1701 und 1705 (deutsch, Lpz. 1752).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 254Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei