Gueymard (Louis), franz. Tenorist, geb. 17. Aug. 1822 zu Chapponay im Depart. Isere, verließ seinen ursprünglichen eruf als Landmann, um der Aufforderung des lyoner Kapellmeisters Folge zu leisten und hein musikalisches Talent der ühne zu widmen. Im J. 1845 trat er in das pariser Konservatorium ein und debütierte 1848 in Robert der Teufelo auf der Großen Oper. Seitdem gehörte er diesem Institut an bis zu seinem Rücktritt von der Bühne, der 1868 erfolgte. Er starb 8. Juli 1880 zu Corbeil bei Paris. Die Stimme Gies zeichnete sich durch außergewöhnlichen Umfang aus; Rollen, in denen er besonders gefiel, waren außer dem Robert, Arnold (Wilhelm Tello), Heinrich (Sicilianische Vespers), Romeo, Manrico (Troubadouro) u. s. w. Seit 1858 war G. mit der Sängerin Pauline Lauters-Deligne vermählt, trennte sich aber von ihr wieder 1868. Diese, geb. 1. Dez. 1834 zu Brüssel, besuchte das brüsseler Konservatorium und debütierte nach der Vermählung mit einem Herrn Deligne als Frau Lauters-Deligne in Gevaerts Oper Le billet de Margueritep am pariser Théatre rique. Schon im nächsten Jahre erhielt sie ein Engagement an der Großen Oper, der sie bis 1876 angehörte. In der Folge trat sie am Théatre italien vorübergehend als Amneris (Aidav) auf, nachdem sie früher auch in Spanien gastiert hatte.