Duprez (Gilbert Louis), franz. Tenorist, geb. 6. Dez. 1806 zu Paris, wurde schon in seinem 10. Jahre Schüler des Konservatoriums, auf dem er Chorons Unterricht genoß. Zum ersten mal erschien er auf der Bühne in den Chören der Athalies im Theaätre frangais. Er begab si dann nach Mailand und wurde, als er 1825 nach Paris zurückkehrte, Mitglied des Odéon. Seit 1827 sang er mit seiner Gattin, Marie Duperron, mit glänzendem Erfolg in verschiedenen Städten Italiens seit 1836 abermals in Paris, wo er 1837 in den Mitgliederverband der Großen Oper eintrat. Bis 1849 feierte er diese Triumphe, zog sich aber dann von der Bühne zurück und begründete später eine Gesangschule, die er 1870 nach Brüssel verlegte. Von 1842 bis 1850 war er bereits Gesangprofessor am pariser Konservatorium gewesen. D. lebt gegenwärtig in Neuilly bei Paris. Er gehörte während seiner Glanzzeit Et den besten dramatischen Sängern; seine mächtige Stimme verriet die feinste Schulung, seine Intonation war von tadelloser Reinheit, meisteran Recitation und Deklamation. Von seinem einen Verständnis für die Sangeskunst zeugt sein Werk «L'art du chanto (Par. 1845); auch verfügt er über ein hübsches Kompositionsvermögen, das sich in Romanzen, Gesängen, Opern, Requiems, einer Messe und einem Oratorium kundgab. Seine beste Leistung als Sänger war Arnold in Wilhelm Tello. Vgl. D.s 1880 erschienene Memoiren »Souvenirs d'un chanteur v.