Guise, Stadt im franz. Depart. Aisne, Arrondissement Vervins, 23 Em im WNW. von Vervins, an der Oise und durch die aum verhn St.⸗ Quentin-G. mit der franz. 1e Diensa verbunden, ählt (1876) 6250 E. Für die Ofenfabrikation beseht hier ein Familienhaus mit 400 Arbeiterfamilien; außerdem hat G. Spinnereien, Shawlfabriken, Woll⸗ und Baumwollwebereien, Eisenwerke u. s. w. G. war schon im 11. Jahrh. ein fester Platz (Guisia) und wurde im 16. Jahrh. durch seine herzogliche Familie berühmt; 1527 wurde es zum Range eines Herzogtums erhoben, und der erste Herzog, Claude de Lorraine, baute 1549 das Schloß. Der Ort wurde oft belagert, zuletzt 1650 durch die Spanier.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 610Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei