Güns (ungar. Köszeg), königl. Freistadt rechts am gleichnamigen Flusse im ungar. Komitat Eisenburg, zählt (1880) 7301 C., die größtenteils Deutsche sind und sich durch einen regen Gewerbfleiß (besonders durch starke Tuchweberei) auszeichnen, aber auch einen sehr bedeutenden Obst- und Weinbau betreiben. Die Stadt hat ein Gymnasium, ein Militär-Obererziehungshaus, eine Sparkasse und drei Klöster. An ihrem nördl. Ende steht ein Schloß des Fürsten Esterhäzy, der in der Umgebung große Güter hat. Sultan Soliman belagerte die Stadt 1532, mußte aber, nachdem 19 Stürme von dem tapfern Kommandanten Niklas Aunsh zurückgeschlagen waren, die Belagerung aufgeben.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 628Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei