Eisenstadt (ungar. Kis-Marton), uelte königliche Freistadt, jetzt éStadt mit geregeltem Magistrato im Odenburger Komitat des Königreichs Ungarn, in einer freundlichen, weinreichen Gegend, an der Bahn Raab-Odenburg-Neufeld, mit (1880) 2845 E., ist bekannt durch das großartige Residenzschloß des Fürsten Esterhäzy. Dieses gehört zu den ansehnlichsten Palästen in der österr. Monarchie, wurde 1683 erbaut, 1805 vergrößert und ist mit königl. Glanz ausgestattet. Dazu gehört ein herrlicher Park, der sich terrassenförmig das Leithagebirge hinaufzieht und der berühmte Treibhäuser und Orangerien enthält. Unweit davon liegt ein großer fürstl. Tiergarten mit einem Jagdschlosse. E. besitzt ferner ein Franziskanerkloster mit der fürstl. Gruft, ein Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und einen der größten Kalvarienberge Ungarns mit einer Wallfahrtskirche (Maria-Einsiedel), in welcher Jos. Haydn begraben liegt.