FeedGurt (von Gürtel)
BaukunstBrockhaus 1882

Gurt (von Gürtel), in der dekorativen Kunst ein architektonisches Glied, Band oder Streifen, der um einen Gegenstand in der Mitte herumgeführt ist, um ein Zusammenfassen in horizontalem, oder eine Trennung in vertikalem Sinne anzudeuten. Im Hochbau bezwecken dies die Gurtgesimse s. Gesims), in Höhe der Balkenlagen oder auch in Brüstungshöhe angebracht, um die einzelnen Geschosse oder Stockwerke zu kennzeichnen oder zu trennen. Sie sind nächst den Hauptgesimsen die kräftigsten Gliederungen der Gebäudefronten. Im Brückenbau sind die G. oder Gurtungen die horizontalen obern und untern Begrenzungen eiserner oder hölzerner Gitter⸗ oder Fachwerksträger (s. Eisenfachwerk), die als hauptsächlich tragende Teile dienen und zwischen denen sich die Gitter-oder Fachwerksstäbe (Streben) befinden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 634Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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