FeedGlasgalerien umschließt
TierreichBrockhaus 1882

Glasgalerien umschließt, und mehrern Nebengebäuden (Kapelle, Trinkhalle, Meierei u. s. w.), bietet Raum für 600 Gäste und besitzt drei Quellen, von denen das Schwarzbrünneli und die Stockquelle kalte gipshaltige Schwefelwasser sind, während die dritte zu den erdigen Eisenwassern gehört. Das Wasser der Schwefelquellen wird seit dem 16. Jahrh. sowohl zur Trink⸗ als zur Badekur verwendet, und leistet namentlich bei Krankheiten des Verdauungskanals und des Nervensystems (Migräne) vorzügliche Dienste. Auch als Luftkurort und Sommerfrische wird der G. viel besucht. Das Klima ist, der Höhenlage und der nördl. Exposition entsprechend, scharf und tonisierend, die Luft der großen Nadelwaldungen wegen feucht, von hohem Ozongehalt; die Umgebung bildet einen stundenweiten, von zahlreichen Spaziergängen durchschnittenen Naturpark. Von den nahen Gipfeln der Stockhornkette wird am häufigsten der Ganterist (s. d.) vom Bade aus bestiegen. Die heilkräftigen Quellen, die stärkende Bergluft und die schöne Umgebung, verbunden mit der musterhaften Einrichtung des Bades, machen den G. troz seiner isolierten Lage zu einem der besuchtesten Kurorte der Schweiz. Vgl. Dr. Verdat, Eaux minêrales sulfureuses du G.v (Par. u. Bern 1879); Gsell-Fels, Die Bäder und klimatischen Kurorte der Schweize»(Zür. i Briefe vom G.„(Bern 1883).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 634Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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